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Corona-Welle überflutet Intensivstation - Mediziner im TV deutlich: „Russisches Roulette ist viel sicherer“

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Von: Jennifer Lanzinger

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Intensivmediziner Bernd Böttiger (rechts) wird bei Markus Lanz deutlich.
Intensivmediziner Bernd Böttiger (rechts) wird bei Markus Lanz deutlich. © Screenshot ZDF

Die Situation auf vielen Intensivstationen ist aktuell mehr als angespannt, ein Mediziner spricht nun bei Markus Lanz von Russischem Roulette.

Berlin - Die Corona-Pandemie sorgt in Deutschland weiter für große Sorgen bei Medizinern und Experten, auch am Freitag, 3. Dezember 2021, meldete das Robert Koch-Institut mehr als 70.000 Neuinfektionen. Immer mehr Menschen sind auf eine medizinische Behandlung angewiesen. Ein Kölner Intensivmediziner beschreibt die aktuelle Situation auf den Intensivstationen im TV bei Markus Lanz als „Russisches Roulette“.

Corona-Welle überflutet Intensivstationen - Mediziner spricht von „Russisches Roulette“

Wie der Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin der Universitätsklinik Köln Bernd Böttiger am Donnerstagabend in der ZDF-Talkshow Markus Lanz erklärte, sei die Situation in den Krankenhäusern aktuell dramatisch. „Von denen, die auf Intensivstation liegen, können wir nur vielleicht 50, vielleicht 60, vielleicht 65 Prozent retten - die anderen sterben. Also ein Drittel bis die Hälfte dieser Patienten sterben“, erklärte der Mediziner.

Böttiger geht sogar noch weiter und vergleicht die Situation auf vielen Intensivstationen aktuell mit Russischem Roulette. „Russisches Roulette ist viel sicherer, um das mal salopp zu formulieren.“ Etwa 80 bis 90 Prozent der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen seien ungeimpft, bei den anderen handele es sich um Impfdurchbrüche. Die Corona-Schutzimpfung sei „ein Geschenk des Himmels“, meinte Böttiger. „Wenn wir die nicht hätten, hätten wir wahrscheinlich mehrere 100.000 Tote mehr in diesem Land.

Auf einer Pressekonferenz am Freitag informierten RKI-Chef Lothar Wieler und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

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