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NASA-Rover findet beeindruckende Gesteinsproben - Hinweise für Leben auf dem Mars

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Von: Patrick Freiwah

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Bahnbrechende Entdeckung auf dem Mars: Das Forschungsfahrzeug „Perseverance“ spürt auf dem „roten Planeten“ Rückstände von Leben auf. Die NASA ist aus dem Häuschen.

Pasadena - Mehr als eineinhalb Jahre ist der Mars-Rover namens „Perseverance“ bereits auf dem Planeten Mars unterwegs. Nun hat das Forschungsgerät einen weiteren bedeutungsvollen Hinweis (was dort bereits entdeckt wurde) geliefert:

Das vom Mars-Rover nun aufgespürte und entnommene Gesteinsmaterial hat die höchste Konzentration an organischen Molekülen im bisherigen Verlauf (Stand: 19. September 2022) der Forschungsmission. Dabei handelt es sich um eine Kohlen- und Wasserstoff-Verbindung - eine Basisvoraussetzung für die Entstehung von (irdischem) Leben. Die entnommenen Proben der „Perseverance“ seien spektakulär, so eine Mitteilung der NASA.

Planet Mars: NASA vermeldet nächsten spektakulären Fund - Verdacht auf Leben

Die Erkenntnisse entstammen Proben aus dem "Jezero-Krater": einem früheren See auf dem Planeten Mars, in den einst ein großer Fluss gemündet sei. Diese Entdeckung verzückte bereits Ende 2021 Astrologen und Weltraum-Fans rund um die Welt. Dem jetzigen Stand der Wissenschaft nach ist der dort wahrgenommene Wasserkreislauf jedoch bereits 3,5 Milliarden Jahre her! Und der Krater ist mittlerweile längst ausgetrocknet.

Mars-Rover „Perseverance“ bei seiner Mission auf dem „roten Planeten“
Mars-Rover „Perseverance“ bei seiner Mission auf dem „roten Planeten“. © IMAGO/NASA/JPL-Caltech

Zudem hat die „Perseverance“ dem Bericht zufolge Vulkangestein auf dem Boden des etwa 45 Kilometer breiten Kraters entdeckt, das spreche für einen weit zurückliegenden Ausbruch. Den Stein, der besonders viel organisches Material enthält, tauften die Wissenschaftler „Wildcat Ridge“, aufgrund der Ähnlichkeit mit dem Rücken einer Katze.

Leben auf dem Mars? „Perseverance“-Proben müssen auf die Erde gebracht werden

Warum die verheißungsvolle Erkenntnis jedoch noch kein endgültiger Beweis für eine Lebensform auf dem „roten Planeten ist“: Es gibt auch anorganische Prozesse, welche die Moleküle erzeugen. Das gelinge laut NASA-Wissenschaftler Ken Farley trotz „leistungsfähiger Instrumente“ an Bord der „Perseverance“ nicht, denn die Proben müssen erst zur Erde gebracht werden, um weitere Untersuchungen vornehmen zu können.

Im Internet veröffentlichte die NASA kürzlich ein beeindruckendes Video, dass die „Perseverance“ beim Erkunden des Kraters zeigt:

Planet Mars: Gesteinsproben der „Perseverance“ - Klarheit erst in den 30er-Jahren

Und wann ist der Zeitpunkt für die Rückkehr der Gesteinsproben? Hier ist Geduld gefragt: Den Plänen nach wird erst im Jahr 2031 eine unbemannte NASA-Mission („Mars Sample Return“) ins Weltall geschickt, um das gesammelte Material des Forschungsfahrzeuges auf unseren Heimatplaneten zu befördern. Nach ausgiebiger „Schatzsuche“ wird dann untersucht, ob es auf dem Mars tatsächlich Leben gegeben hat - oder womöglich noch gibt.

Was die Hoffnung auf Lebensrückstände in den Gesteinsproben laut Farley übrigens nährt, ist die Tatsache, dass die Materie in einem Sedimentgestein gefunden wurde - und derartige Funde auf der Erde oft Fossilien in sich tragen, so der Projektwissenschaftler vom California Institute of Technology in Pasadena.

Jedoch ist auch eine weitere Großmacht alles andere als untätig in Sachen Weltraumforschung: In einer Gesteinsprobe vom Mond haben chinesische Forschende ein bisher unbekanntes Mineral gefunden. (PF)

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