Anders als gedacht

Leben auf dem Mars? NASA könnte weitreichenden Fehler begangen haben

Leben auf dem Mars - für viele Weltraumbegeisterte eine spannende Vorstellung. Ein Wissenschaftler erklärt nun, dass die NASA wohl ungewollt dazu beigetragen hat, sie zu verwirklichen.

München - Gibt es Leben auf dem Mars? Zumindest nicht das, das die NASA vielleicht hoffte zu finden und bestimmt nicht das, womit sie gerechnet hat. Denn die US-amerikanische Raumfahrtbehörde könnte selbst Lebewesen auf den Mars eingeschleppt haben, ohne es mitbekommen zu haben. Diese Behauptung stellt zumindest der Wissenschaftler Christopher Mason auf.

Gegenüber der BBC erklärt der Genomik, Physiologe und Biophysiker der Cornell-Universität im Bundesstaat New York seine Theorie: Ganze 30 Raumschiffe und Rover sind schon auf dem Mars gelandet und haben ihre Spuren auf dem roten Planeten hinterlassen. Im Moment zieht dort die Perseverance ihre Bahnen, die am 18. Februar auf der Oberfläche gelandet ist. Auch China ist schon auf dem Mars gelandet.

Der Roboter legt nur maximal 152 Meter in der Stunde zurück, doch während er dort ist, berührt mit dem Roboter ein Stück Erde den Mars. Und auch, wenn die NASA extreme Vorkehrungen trifft und rigorose Protokolle für die keimfreie Sauberkeit der Roboter vor ihrer Reise ins All durchführt, sei der Anteil der von der Erde mitgebrachten Biomasse nicht bei null zu halten. Daher sei es unausweichlich: Es gibt bereits irdene Mikroben auf dem Mars. Zumal Mason gar nicht erwähnt, dass die Sauberkeits-Protokolle der Chinesen weniger rigoros sein könnten als die der Amerikaner.

Wissenschaftler: Mikroben von der Erde dürften auf dem Mars schnell mutieren

Masons Forschungsfeld ist der molekulare und genetische Effekt, den der dauerhafte Kontakt der Menschen mit dem All über die Raumfahrt hat. Seine Arbeit ist zwar rein theoretisch, doch es gibt eine alarmierende Beweislast. Stellt sie sich als wahr heraus, gehen die Überlegungen weiter: Mikroben von der Erde dürften unter den neuen Bedingungen auf dem Mars schnell mutieren. Für die NASA dürften sie dann wie neue Mikroben aussehen. Das Ökosystem des Mars könnte aus dem Gleichgewicht geraten.

Auch anders herum könnte es bald so weit sein: 2028 soll eine Mission auf den Mars starten, die erstmals Proben von dort zur Erde zurückbringen soll. (cg)

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/NASA/JPL-Caltech/MSSS

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare