Polizei nimmt vier mutmaßliche Islamisten in Berlin fest

Polizei nimmt vier mutmaßliche Islamisten in Berlin fest
+
Zweiter Tag im Prozess um den Maschsee-Mörder

Freundin sagt aus

Maschsee-Mord: Täter ist "tickende Zeitbombe"

Hannover - Im Prozess gegen den Maschsee-Mörder hat die Freundin des Angeklagten, die bei der Beseitigung der Leiche half, ein Motiv für die grausame Tat genannt.

Der mutmaßliche Maschseemörder aus Hannover soll sein Opfer erstochen haben, weil er sich von der Frau provoziert gefühlt habe, nachdem sie sich über seine rechtsradikalen Ansichten lustig gemacht hatte. Das sagte die Freundin des Angeklagten am Freitag als Zeugin vor dem Landgericht. Der 25-Jährige habe ihr gestanden, die 44-Jährige mit einer Machete getötet zu haben.

Später habe er sie gezwungen, bei der Beseitigung der von ihm zerstückelten Leiche zu helfen. Der Angeklagte sei eine tickende Zeitbombe, die jederzeit wieder hochgehen könne, sagte die Frau. Er habe ihr gesagt, dass er weiter töten wolle. Nach der Tat habe sie ihn gefragt ob er ein Gefühl von Reue habe und er habe „Nein“ gesagt. Er habe danach gut geschlafen.

Er habe danach gut geschlafen. Die Freundin schilderte den Angeklagten andererseits auch als einen intelligenten, einfühlsamen Menschen, der sich unterschätzt gefühlt habe. Er habe Gedichte geschrieben und Videos gedreht und sich liebevoll um seinen Hund gekümmert. Andererseits habe er rechtsradikale Bücher gehabt und sich mit Begeisterung Filme über Massenmörder angeschaut.

Freundin musste bei der Leichenbeseitigung mithelfen

Der entscheidende Hinweis, der zur Festnahme des mutmaßlichen Täters führte, kam nach Aussage einer Kriminalbeamtin von einer 21 Jahre alten Frau. Dieser hatte die vollkommen verzweifelte 37-Jährige in der Straßenbahn erzählt, dass sie bei der Leichenbeseitigung habe helfen und den Boden wischen müssen. Als Zeugin vor Gericht sagte die 21-Jährige, die Frau habe sich damals ununterbrochen an den Händen gekratzt, weil sie sich geekelt habe, die Leichenteile angefasst zu haben. Gegen die 37-Jährige war zunächst auch ermittelt worden, das Verfahren ist aber inzwischen eingestellt worden.

Der 25-Jährige ist angeklagt, eine 44 Jahre alte Frau im vergangenen Oktober erstochen, zerstückelt und anschließend in den Maschsee geworfen zu haben. Er soll sein Opfer laut Anklage im Rotlichtviertel kennengelernt und zu sich mit in die Wohnung genommen haben. Dort soll es zu der Bluttat gekommen sein. Vor Gericht schwieg der Angeklagte bisher zu den Vorwürfen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Zehnjähriger wird nach seinem Tod zum Helden
St. Georgen - Sein zehnjähriger Neffe starb bei einem Verkehrsunfall - jetzt rührt der Facebook-Post eines Mannes aus dem Schwarzwald die Menschen. Denn der Junge hat …
Zehnjähriger wird nach seinem Tod zum Helden
Frau ruft Polizei aus Angst vor explosivem Sperma
Solch skurille Einsätze erlebt die Polizei auch nicht alle Tage. Eine junge Frau alarmierte die Beamten von Pasco Country, weil sie Angst hatte, Sperma würde explosiven. …
Frau ruft Polizei aus Angst vor explosivem Sperma
Regionalzug rammt Auto: Mann schwer verletzt
Brechen (dpa) - Ein Auto ist in Hessen mit einem Regionalzug zusammengestoßen. Bei dem Unfall an einem unbeschrankten Bahnübergang in Brechen bei Limburg wurde der 68 …
Regionalzug rammt Auto: Mann schwer verletzt
Keinen Asteroiden mehr fangen: Sparmaßnahmen für die Nasa
US-Präsident Donald Trump kürzt der Nasa die Gelder. Wie geht die US-Raumfahrtbehörde damit um?
Keinen Asteroiden mehr fangen: Sparmaßnahmen für die Nasa

Kommentare