Masernalarm: Erste Schule schließt

Offenburg - Wegen Masernalarms ist in Baden-Württemberg die erste Schule vorübergehend geschlossen worden. Betroffen ist eine Schule im Ortenaukreis, teilte das dortige Landratsamt am Donnerstag mit.

Bis zu den Osterferien, die in der kommenden Woche beginnen, fällt dort der Unterricht aus. Zuletzt waren 34 Schüler an der betroffenen Schule an Masern erkrankt. Die Zahl der Fälle sei rasch gestiegen, hieß es. Deshalb sei schnelles Handeln nötig.

Mit der Schulschließung soll ein weiteres Ausbreiten der ansteckenden Krankheit verhindert werden. Um welche Einrichtung es sich genau handelt, wollte ein Sprecher der Behörde nicht sagen.

In Baden-Württemberg sind nach Angaben der Gesundheitsämter in den vergangenen Wochen zahlreiche Fälle von Masern gemeldet worden. Die Zahl nehme rasant zu. Seit Anfang des Jahres wurden landesweit sieben Mal so viele Fälle gemeldet wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres, sagte Thomas Wolf, Arzt beim Gesundheitsamt des Ortenaukreises. In mehreren Schulen dürfen nur noch die Schüler am Unterricht teilnehmen, die gegen Masern geimpft sind. Auch in Bayern sind zahlreiche Erkrankungen aufgetreten.

Masern sind eine typische Erkrankung im Kindesalter, die mit einem Ausschlag und hohem Fieber einhergeht. Es können auch Erwachsene erkranken. Möglich sind Komplikationen wie Mittelohrentzündung, Lungenentzündung und eine lebensbedrohliche Entzündung des Gehirns. Einen wirksamen Schutz gibt nur durch eine Impfung. Sie sollte zwei Mal zwischen dem 11. und 23. Lebensmonat erfolgen.

dpa

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