Oft gesehen: Eine FFP2-Maske wird in der Corona-Krise am Arm getragen.
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Oft gesehen: Eine Mundschutzmaske wird in der Corona-Krise am Arm getragen.

Hygienisch okay?

Corona-Maske am Arm ein Fehler? Experte gibt Tipp für den optimalen Platz - auch Lauterbach gibt Einschätzung

  • Maximilian Kettenbach
    VonMaximilian Kettenbach
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  • Patrick Mayer
    Patrick Mayer
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Viele Menschen tragen in der Coronavirus-Pandemie die Mundschutzmaske am Arm, wenn sie unter freiem Himmel unterwegs sind. Ist das unhygienisch? Karl Lauterbach äußert sich auf Anfrage von Merkur.de dazu. 

München/Berlin - Die FFP2-Maske oder ähnliche Mundschutzmaske nicht verlieren. Dieses Ziel haben in der Coronavirus-Pandemie viele, wenn sie unterwegs sind. Und binden sich die Mundschutzmaske unter freiem Himmel um den Arm. Bleibt die Frage: Ist das noch hygienisch? Oder verunreinigen die Masken dabei? Könnten sich sogar Coronaviren daran anhaften?

Karl Lauterbach: Mundschutzmaske gegen Corona kann am Arm getragen werden

Merkur.de hakte bei Karl Lauterbach nach, dem Corona-Experten der Bundesregierung. „Wenn die Maske am Arm hängt, spielt das keine Rolle für eine Weiterverbreitung des Virus, weil die Infektion dann doch im Wesentlichen über Aerosole übertragen wird“, sagte der 58-jährige Bundestagsabgeordnete und SPD-Politiker. Lauterbachs Einschätzung deckt sich mit der anderer Experten.

Unlängst hatte der Virologe Dr. Martin Stürmer RTL erklärt, dass die Art und Weise des Masken-Transports „keine wirkliche Relevanz für das Infektionsgeschehen insgesamt“ habe. Mehr noch: Ein Experte meint sogar, dass es hygienischer sei, die Mundschutzmaske am Arm zu tragen, statt diese etwa in die Hosentasche zu stecken. Seine These: Wenn man zum Beispiel eine FFP2-Maske aus der Hosentasche kramen muss, sei die Wahrscheinlichkeit höher, dass man selbst Viren auf der Maske verteilt.

Im Video: Karl Lauterbach warnt - Delta-Variante ansteckender und auch tödlicher

„In der Zwischenzeit klatscht die Maske das, was sich daran kondensiert hat, auf die Oberflächen dort ab und alles, was sich auf den Oberflächen dort befindet, klatscht sich auf der Maske ab. Dann habe ich das im Gesicht, wenn ich sie wieder aufsetze“, sagte Andreas Podbielski, Professor und Direktor am Institut für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene der Universitätsmedizin Rostock zu Welt.de.

Kann Mundschutzmaske gegen Corona bedenkenlos am Arm getragen werden? Experten sind sich einig

Er rät dazu, die Maske gegen Corona am Arm knapp über dem Ellenbogen zu tragen. Denn dann sei „die Chance, dass man mit der Maske etwas oder jemanden berührt, minimal“. Heißt: Wer die Mundschutzmaske hier trägt, muss sich am wenigsten Sorgen machen. Da die Impfquote noch zu gering, und somit eine Herdenimmunität gegen das Coronavirus noch nicht erreicht ist, dürften die Mundschutzmasken noch eine Weile eine Begleiterscheinung der Pandemie bleiben. (pm)

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