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Maskierte verwüsteten in Tschetschenien das Büro sowie ein Auto einer Menschenrechtsorganisation. (Symbolbild)

"Politisierung von Menschenrechten"

Maskierte greifen Menschenrechtler an

In Tschetschenien ist das Büro einer der letzten verbliebenen Menschenrechtsorganisationen in der russischen Kaukasus-Republik von maskierten Angreifern verwüstet worden.

Die Türen des Ausschusses gegen Folter seien am Mittwoch "aufgebrochen", die Räumlichkeiten verwüstet und die Mitarbeiter zur Flucht durch ein Fenster gezwungen worden, schrieb die Organisation am Mittwoch auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Zudem beklagte die Organisation die Untätigkeit der örtlichen Polizei.

Auch ein vor dem Gebäude geparktes Auto des Ausschusses gegen Folter sei bei der Attacke in Tschetscheniens Hauptstadt Grosny beschädigt worden. Die Mitarbeiter hätten eine Stunde lang versucht, telefonisch Kontakt zu Polizei und Innenministerium aufzunehmen, "aber niemand hat reagiert", schrieb die Organisation auf Twitter. Schon im Dezember waren der Ausschuss angegriffen und Mitarbeiter und Büroräume durchsucht worden. Zuvor hatte die Menschenrechtsorganisation den kremltreuen Präsidenten von Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, öffentlich kritisiert.

Vorwurf von "selektivem" Schutz der Menschenrechte

Vor der Attacke hatten sich zahlreiche Demonstranten vor dem Bürogebäude versammelt und dem Vorsitzenden des Ausschusses, Igor Kaljapin, einen "selektiven" Schutz der Menschenrechte vorgeworfen. Tschetscheniens staatlicher Fernsehsender warf der Organisation eine "Politisierung von Menschenrechten" vor.

Russland führte in den 90er und in den frühen 2000er Jahren blutige Kriege gegen seine abtrünnige Republik. Der Kern der Auseinandersetzung verschob sich dabei von politischem Separatismus hin zu islamischem Radikalismus.

AFP

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