Diagnose da: So lange fehlt Müller dem FC Bayern

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Massenansturm am Mount Everest

Kathmandu - Vier Todesfälle am vergangenen Wochenende können den Ansturm auf den höchsten Gipfel der Welt nicht stoppen.

Am Freitagmorgen erreichten 82 Kletterer die Spitze des Mount Everest, wie ein Mitarbeiter des nepalesischen Tourismusministeriums, Gyanendra Shrestha, erklärte. Es wird erwartet, dass am Wochenende etwa 200 Menschen den Aufstieg wagen wollen. Das sind ähnlich viele wie am vergangenen Wochenende, als es zu einem Stau am Gipfel kam und vier Menschen ihr Leben ließen.

Noch gab es aber am Freitag keine Berichte über Bergsteiger in Not, und auch das Wetter war gut. Shrestha sagte im Basislager, 120 Kletterer hätten am Donnerstagabend den Aufstieg begonnen, aber nicht alle hätten am Freitagmorgen den Gipfel in fast 8.850 Metern Höhe erreicht. Es sei normal, dass einige der Bergsteiger im letzten Teil aufgäben und umkehrten.

Der (morgige) Samstag würde nach allgemeiner Einschätzung wohl der letzte Tag der Klettersaison sein. “Dies ist die letzte Chance für die Bergsteiger, einen Aufstieg zum Gipfel zu versuchen“, sagte ein weiterer Ministeriumsmitarbeiter, Mohan Krishna Sapkota.

Später Start wurde zum Verhängnis

In der vergangenen Woche hatte der große Andrang zu Staus an den oberen Hängen des Everests geführt. Als sich das Wetter verschlechterte, kamen vier Personen beim Abstieg aus der sogenannten Todeszone ums Leben. Einige Bergsteiger machten sich noch gegen 14.30 Uhr auf den Weg zum Gipfel, obwohl ein Start vor 11.00 Uhr empfohlen wird. Die Kletterer mussten dann auch noch zu lange in großer Höhe warten und verbrauchten so zu schnell ihre Sauerstoffvorräte.

Seit Edmund Hillary und Tenzing Norgay im Jahr 1953 den Mount Everest erstmals bestiegen, sind mehr als 3.000 Menschen ihrem Beispiel gefolgt. Rund 225 Bergsteiger kostete der Versuch das Leben. Der folgenschwerste Tag am Mount Everest war der 10. Mai 1996, als acht Menschen ums Leben kamen. Auch damals begannen die Kletterer ihren Aufstieg spät und gerieten am Nachmittag in einen Schneesturm.

Die Saison am Mount Everest dauert normalerweise von Ende März bis zur ersten Juniwoche. Am vergangenen Wochenende herrschte allerdings das erste Mal in dieser Saison gutes Wetter.

dapd

Rubriklistenbild: © AP

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