Massenentführung in Mexiko

Mexiko-Stadt  - In Mexiko sind möglicherweise erneut Dutzende von Migranten aus Mittelamerika Opfer einer Massenentführung geworden.

Die Behörden teilten am Mittwoch mit, die Polizei gehe Informationen von Zeugen nach, wonach in der vergangenen Woche bis zu 100 Menschen entführt wurden, die im Bundesstaat Oaxaca auf einem Güterzug reisten. Auf dem Zug sollen insgesamt bis zu 300 Menschen gewesen sein.

Am Dienstag hatte das Innenministerium noch mitgeteilt, es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass der Zug von einer Bande Krimineller überfallen worden sei. Das Ministerium bestätigte aber, dass die Migrationsbehörde 92 Migranten in dem Zug aufgegriffen und sie zu ihrer eigenen Sicherheit wieder in ihre Heimatländer zurückgeschickt habe. Nach Angaben der Augenzeugen, ebenfalls Migranten aus Honduras, El Salvador und Guatemala, kam es nach der Polizeiaktion bei der Ortschaft Chahuites zu dem Überfall und der Massenentführung.

In Mexiko werden immer wieder Migranten aus Mittelamerika auf ihrem Weg in die USA Opfer von Gewalt mexikanischer Banden. Im August waren im Bundesstaat Tamaulipas über 70 mehrheitlich aus Zentralamerika stammende Menschen getötet worden, weil sie sich geweigert hatten, sich von einem Drogenkartell anheuern zu lassen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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