Rätselhaftes Delfin-Massensterben

Kiew - Beim größten Massensterben von Delfinen und Schweinswalen im Schwarzen Meer seit mehr als zehn Jahren sind nach Angaben ukrainischer Biologen fast 150 Tiere ums Leben gekommen.

Mitarbeiter von Naturschutzgebieten auf der Halbinsel Krim hätten die Kadaver innerhalb der vergangenen zwei Wochen an der südöstlichen Küste gefunden, berichteten Medien in der Ex-Sowjetrepublik am Donnerstag. Die üblichen, durch Fischernetze verursachten Verletzungen seien nicht entdeckt worden. Meeresbiologen gehen daher von einer Vergiftung aus. Die Kleinwale im Schwarzen Meer sind Umweltschützern zufolge vom Aussterben bedroht.

Mit einer rasanten Taxifahrt verhalf unterdessen ein Mann auf der Krim einem verirrten Delfin zurück ins Meer. Er fand das entkräftete Tier in einem schmalen Kanal des Schwarzen Meeres, hob es aus dem Wasser schnell in ein herbeigerufenes Taxi und ließ das Tier dann am Hafen frei. “Der Delfin hätte sich nicht befreien können und wäre verendet“, sagte der Einwohner der Hafenstadt Kertsch.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolfoto)

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