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Weil sie alkoholhaltigen Badezusatz getrunken haben, sind in Sibirien viele Menschen gestorben.

Verhaftungen

Massenvergiftung in Sibirien: Alkoholhaltiger Badezusatz

Irkutsk - In der ostrussischen Großstadt Irkutsk steigt die Zahl der Toten nach dem massenhaften Konsum von spiritushaltigem Badezusatz.  Die Opfer tranken die Flüssigkeit wohl als Alkoholersatz.

Nach dem Tod von mindestens 62 Menschen durch den Genuss von alkoholhaltigem Badezusatz in Russland haben die Behörden 11 Verdächtige festgenommen. Die Männer hätten das Mittel vermutlich produziert und verkauft, sagte Staatsanwalt Stanislaw Subowski am Mittwoch der Agentur Tass zufolge in der sibirischen Großstadt Irkutsk. Insgesamt erlitten in der Region rund 5000 Kilometer östlich von Moskau seit Samstag mehr als 100 Menschen Vergiftungen durch den Konsum des illegal hergestellten Kosmetikprodukts. Die Opfer tranken die Flüssigkeit „Bojaryschnik“ („Weißdorn“) wohl als Alkoholersatz.

Als Reaktion auf die Tragödie ordnete Präsident Wladimir Putin neue Gesetze an. Die Regierung solle Vorschläge ausarbeiten, wie der Missbrauch von hochprozentigem Alkohol eingedämmt und die Nachfrage nach illegalem Alkoholersatz sinken soll, teilte der Kreml mit.

Künftig soll es auch schärfere Regeln für die Herstellung und den Vertrieb von spiritushaltigen Produkten geben. Dazu zählen etwa Wodka, Kosmetikprodukte und Putzmittel. Sie sollen nach Willen des Kremls klarer gekennzeichnet sein. Außerdem soll die Regierung ein Konzept zur Änderung der Alkoholsteuer vorbereiten.

Rund 40 Menschen wurden noch in Kliniken behandelt, einige schwebten in Lebensgefahr. Erste Patienten konnten nach Hause entlassen werden. Der fatale Badezusatz enthielt hochgiftiges Methanol.

dpa

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