Unglück in der Nordsee

Matrose über Bord gegangen - Suche dauert an

Bremen - Ein Matrose des deutschen Forschungsschiffes „Heincke“ ist in der Nordsee über Bord gegangen. Retter suchen mit Hubschraubern und Schiffen fieberhaft nach dem Vermissten.

Kollegen hatten den Mann zuletzt in der Nacht um etwa 2.30 Uhr gesehen. Zu dem Zeitpunkt befand sich das Schiff etwa zwölf Seemeilen östlich von Helgoland.

Mit vier Seenotkreuzern, einem Hubschrauber und vier weiteren Schiffen durchkämmten die Rettungskräfte das Gebiet nahe der Insel. „Die Sicht ist gut, das Suchgebiet eng eingegrenzt“, sagte Bernd Anders von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger in Bremen.

„Wir hoffen, dass der Matrose so schnell wie möglich gefunden wird, sind in Gedanken bei seinen Angehörigen und vertrauen ganz auf die langjährige Erfahrung der Seenotretter“, teilte die Verwaltungsdirektorin des Alfred-Wegener-Institutes (AWI) für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven, Heike Wolke, mit. Das AWI betreibt die etwa 55 Meter lange „Heincke“, die 1990 für das Bundesforschungsministerium gebaut wurde.

Am 2. August war das Schiff von seinem Heimathafen in Bremerhaven zu einer neuntägigen Forschungsfahrt aufgebrochen, um biologische und geologische Untersuchungen in der Deutschen Bucht zu machen. Neben den sechs Wissenschaftlern waren zwölf Besatzungsmitglieder an Bord. Das Alter des Vermissten war zunächst unklar. Das AWI wollte keine Angaben hierzu machen. Wie er über Bord gehen konnte, ist bisher noch unklar.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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