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Alpen-Notruf: Wanderer müssen auf Berg übernachten – spektakuläre Rettungsaktion folgt

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Von: Kai Hartwig

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In der Schweiz geraten am Matterhorn vier Bergsteiger in Not. Ihre Rettung scheitert zunächst, dann wenden die Bergretter einen spektakulären Trick an.

Zermatt – Für vier Bergsteiger ist eine Wanderung am Matterhorn zum lebensbedrohlichen Drama geworden. Wie die Rettungsorganisation Air Zermatt angab, sei das Quartett am Donnerstag (7. Juli) im schweizerischen Teil des Berges in Not geraten. Am Abend desselben Tages setzten die vier Bergsteiger, drei Erwachsene und ein Jugendlicher, einen Notruf ab. Doch die Bergretter konnten nicht direkt ausrücken.

Matterhorn: Vier Bergsteiger setzen Notruf ab und müssen am Berg übernachten – Wind verhindert Rettung

Wegen starkem Wind wäre eine Rettungsaktion noch am Donnerstagabend zu gefährlich gewesen, schilderte Air Zermatt. Und so mussten die erschöpften Bergsteiger die Nacht am Matterhorn verbringen. Am Freitag beruhigte sich die Wettersituation zunächst nicht. Trotzdem konnte ein Mitglied der Rettungscrew bis zu den Bergsteigern durchkommen.

Schnee liegt auf dem Berg Matterhorn
Am Matterhorn mussten vier Bergsteiger gerettet werden. © Dominic Steinmann/dpa

Mehrere Versuche, mit zwei unterschiedlichen Helikoptern die vier Personen in Sicherheit zu bringen, scheiterten dann an dem weiterhin starken Wind. Dabei bereitete den Rettern auch große Probleme, dass die Windböen das Seil am Helikopter stark verwehten. Erst mit einem Trick konnten die Bergretter trotz der unruhigen Wetterlage die Rettung dann doch noch einleiten.

Sie hängten ein Gewicht von 50 Kilogramm an ein 100 Meter langes Seil, so gelang letztlich die spektakuläre Rettung der vier Bergsteiger. Diese haben ihre Rettung nach Angaben der Air Zermatt unverletzt überstanden, sie seien aber erschöpft gewesen. Nähere Angaben zur Identität des Quartetts wurden indes nicht gemacht.

Matterhorn: Italienische Bergrettung konnte zwei Schweizer nur tot bergen

Wie gefährlich eine Tour rund um den 4478 Meter hohen Berg sein kann, hatte sich wenige Tage zuvor gezeigt. Laut einer Mitteilung der italienischen Bergrettung vom Dienstag (5. Juli) seien am Matterhorn die Leichen von zwei Bergsteigern aus der Schweiz entdeckt worden. Das Duo war zuvor von seiner Tour nicht zurückgekehrt, was die Bergrettung alarmiert hatte.

Per Hubschrauber konten die beiden Schweizer aber nur noch tot auf rund 3100 Meter Höhe an der Cresta del leone (Löwenkamm) geborgen werden. Vermutlich waren die tödlich verunglückten Bergsteiger während ihrer Tour abgestürzt, hieß es. (kh)

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