Sie waren nicht "halal"

McDonald's blecht wegen Fehler bei Sandwiches

Detroit - McDonald's zahlt 700.000 Dollar an islamische Organisationen, weil in zwei Filialen Hühnchenprodukte fälschlich als konform mit islamischen Speisegeboten verkauft worden waren.

Ein Gericht in Wayne County im Bundesstaat Michigan billigte die außergerichtliche Einigung, wie die Zeitung „Detroit Free Press“ und andere Medien am Mittwochabend (Ortszeit) meldeten.

Auslöser des Streits war, dass muslimische Kunden in zwei McDonald's-Niederlassungen in der Stadt Dearborn nach eigener Darstellung Hühnchensandwiches erhalten hatten, die nicht den religiösen Normen entsprachen; dabei hätten sie ausdrücklich gefragt, ob die Speisen „halal“ seien, also dem islamischen Reinheitsgebot entsprächen. Die beiden Restaurants sind nach den Medienberichten USA-weit die einzigen Filialen, in denen McDonald's „Halal“-Hühnchenfleisch anbietet.

Das Unternehmen wies laut den Berichten jedes Fehlverhalten zurück. Die Einigung mit den Klägern ziele auf eine Beilegung des Konflikts und auf die „Unterstützung von Organisationen, die der örtlichen Gemeinschaft dienen und nützen“, hieß es in einer früheren Stellungnahme. Ein Anwalt der Klägerseite sagte, die Entschädigung biete die Möglichkeit, die Öffentlichkeit über die „Halal“-Regeln und religiöse Bräuche zu informieren.

Nach den Berichten gehen von den 700.000 Dollar 275.000 an eine islamische Klinik in Detroit, 150.000 an das Arab American National Museum in Dearborn und 25.000 an einen Mann, der 2011 gegen McDonald's geklagt hatte. Der Rest der Summe sei für Anwaltskosten.

kna

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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