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Verfassungsschützer hätten den untergetauchten Neonazi Uwe Böhnhardt 2000 auf einem Supermarkt-Parkplatz in Chemnitz fotografiert, berichtete der MDR Sonntag.

MDR: Festnahme von Neonazi war schon 2000 möglich

Erfurt - Die Festnahme eines Mitgliedes des Jenaer Neonazi-Trios wäre nach einem Bericht des MDR Thüringen bereits im Frühjahr 2000 möglich gewesen. Warum er nicht geschnappt wurde:

Verfassungsschützer hätten den untergetauchten Uwe Böhnhardt auf einem Supermarkt-Parkplatz in Chemnitz fotografiert, berichtete der Sender am Sonntag. Sie seien sich aber nicht sicher gewesen, ob es sich tatsächlich um den Gesuchten handele.

Die rechte Terrorzelle - Chronologie der Ereignisse in Bildern

Die rechte Terrorzelle - Chronologie der Ereignisse in Bildern

Auch das Thüringer Landeskriminalamt, welches das Foto zur Identifizierung erhielt, sei sich nicht sicher gewesen. Es habe die Aufnahme an das Bundeskriminalamt geschickt. Als im Juni 2000 die Bestätigung gekommen sei, dass es sich um Böhnhardt handele, sei dieser bereits wieder untergetaucht gewesen. Eine Sprecherin des Thüringer Landesamtes für Verfassungsschutz konnte am Sonntag keine Angaben zu dem MDR-Bericht machen.

Serie von Brandstiftungen wird überprüft

Laut “FAZ“ besteht der Verdacht, dass die Neonazi-Gruppe mit einer Serie von Brandstiftungen in Völklingen sowie mit dem Bombenanschlag im Frühjahr 1999 auf die Wehrmachtsausstellung in Saarbrücken zu tun hatte.Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft sagte am Sonntag dazu, man gehe auch Spuren nach, die ins Saarland führen.

Zudem wurde am Wochenende bekannt, dass der Thüringer Verfassungsschutz die 1998 abgetauchten NSU-Terrorverdächtigen Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos aus dem Untergrund holen wollte. Wie der damalige Verteidiger Böhnhardts, Gerd Thaut, dem “Focus“ sagte, scheiterte der Deal jedoch 1999 am Veto des damaligen Oberstaatsanwalts von Gera, Arndt Peter Koeppen.

DVD des Sadismus: Bilder aus dem Video der NSU

DVD des Sadismus: Bilder aus dem Video der NSU

Eine Sprecherin des Landesamtes für Verfassungsschutz in Erfurt sagte der Nachrichtenagentur dapd, die Behörde habe damals Kontakt zu den Eltern der drei Rechtsextremisten aufgenommen. Man wollte versuchen, über einen Anwalt zu erreichen, dass sich das Trio selbst stellt. Das sei jedoch gescheitert.

dapd

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