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Mediziner: Papst braucht drei bis vier Wochen

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- Rom - Der Papst wird sich von seiner Operation an der Luftröhre nach Einschätzung des Turiner Medizinprofessors Oskar Schindler erst in mehreren Wochen erholt haben. "Um wieder die Verfassung zu erlangen, in der er vorher war, sind drei bis vier Wochen nötig", sagte der Chefarzt für Audiologie und Phoniatrie der Turiner Molinette-Klinik der Zeitung "La Repubblica" vom Mittwoch.

Der Vatikan will an diesem Donnerstag eine weitere Erklärung zum Gesundheitszustand des Papstes abgeben. Vatikansprecher Joaquin Navarro-Valls verließ am Mittwoch die römische Gemelli-Klinik, ohne sich wie üblich kurz zum Zustand des Kirchenoberhauptes zu äußern.

Schindler sagte, durch die Parkinson-Krankheit des 84 Jahre alten Papstes werde die Situation noch schwieriger. "Im fortgeschrittenen Stadium der Parkinson-Krankheit ist die Koordination sämtlicher Muskeln betroffen", erläuterte der Professor. "Wir brauchen nur an die fortschreitende Verschlechterung denken, die zeitlich nicht abzuschätzen ist." Die Entwicklung könne gut und schlecht sein "aber die Tendenz geht Richtung Verschlechterung".

Bei einem Luftröhrenschnitt war dem Papst eine Kanüle eingesetzt worden. Schindler sagte, vermutlich könne er derzeit nur sprechen, indem er eine "Nottechnik" anwendet. Dabei müsse er mit einem Finger die Kanüle zudrücken. "Mit der Kanüle in der Luftröhre wird es der Papst niemals schaffen, eine Rede zu halten. Er kann in etwa 30 Sekunden höchstens zehn Wörter in Folge äußern."

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