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Ein Foto sorgt für Empörung: Die Studentin machte ein Selfie am Krankenbett einer Sterbenden

Dieses Foto hätte sie wohl besser nicht geknipst

Selfie mit Sterbender: Studentin droht Rauswurf

Reynosa - Viel Ärger wegen eines Selfies: Die mexikanische Studentin María José González knipste sich grinsend am Bett einer Schwerstkranken. Das Foto kam an die Öffentlichkeit.

María José González schlägt im Netz eine wahrer Shitstorm entgegen. Grund ist ein Selfie, das die Medizinstudentin wohl besser nicht gemacht hätte. Als sie im Krankenhaus im mexikanischen Reynosa Dienst hatte, fotografierte sich González selbst - zusammen mit einer Schwerstkranken im Hintergrund. "Ich hatte Dienst und eine Frau lag im Sterben ... also Selfieeee", tippte die Studentin in ihr Handy.

Via WhatsApp landete das Bild im Internet - und wurde massenhaft verbreitet. Auf das Selfie gibt es fast nur empörte Reaktionen. Auch bei der Universitäts-Leitung: Diese distanzierte sich in einer Erklärung scharf von dem Schnappschuss. Das Selfie reflektiere in "keiner Weise die Werte unserer Einrichtung", hieß es. Ein Ethik-Ausschuss werde sich nun mit dem Selfie-Skandal beschäftigen - der Studentin droht im schlimmsten Fall der Rauswurf.

"Das Foto wurde missverstanden"

González reagierte via Facebook auf die Vorwürfe. "Das Foto wurde missverstanden", postete sie. Die Sterbende habe ihr erlaubt, sie zu fotografieren - als Erinnerungsbild. Und sie habe sich nicht über die Schwerstkranke lustig gemacht.

Wie das Selfie ins Netz kam, ist González angeblich ein Rätsel. "Irgendwie geriet es in die falschen Hände und wurde von jemandem verbreitet, der mir schaden will. Hätte ich gewollt, dass es öffentlich wird, hätte ich es selbst gepostet." Jetzt habe ihre sie und ihre Familie viele Probleme, klagt die Studentin. Das Bild habe jemand veröffentlicht, der "mir schaden möchte oder will, dass ich aus der Universität geworfen werde." Eine Entscheidung der Klinik über den Fall ist aber noch nicht bekannt.

mb

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