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Mehr als 1000 Monsun-Tote in Indien

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- Neu Delhi - Sintflutartige Monsun-Regenfälle haben in Indien inzwischen mehr als 1000 Menschen das Leben gekostet. Die meisten Opfer waren in der Wirtschaftsmetropole Bombay und dem Umland zu beklagen. In Bombay stieg die Zahl der Opfer erneut dramatisch an. Die Behörden teilten am Freitag mit, bei Fluten und Erdrutschen seien in der 15-Millionen-Metropole seit Dienstag 377 Menschen getötet worden. Insgesamt seien im südwestindischen Bundesstaat Maharashtra, dessen Hauptstadt Bombay ist, 726 Menschen gestorben.

Mutwillig verbreitete Tsunami-Gerüchte nach den schweren Unwettern führten in Bombay in der Nacht zu Freitag zu einer Massenpanik mit mindestens 19 Toten. Mehr als 20 Menschen seien verletzt worden, als verängstigte Slumbewohner versuchten, vor den angeblich drohenden Flutwellen zu fliehen, teilten die Behörden nach Angaben indischer Medien mit. 17 Menschen, die die Fehlwarnung verbreitet haben sollen, wurden festgenommen. Ihr Plan sei gewesen, die von den Bewohnern verlassenen Hütten auszurauben.

Das betroffene Elendsviertel liegt nahe der See. Ein Bewohner sagte dem Nachrichtensender NDTV: "Sie erzählten uns, dass bald hohe Wassersäulen über den Slum hereinbrechen würden. Die Menschen begannen wegzurennen und fielen übereinander, als sie versuchten, aus dem Slum wegzukommen." Unter den Toten sind nach offiziellen Angaben sechs Kinder. Der Monsun in Indien hat Ende Juni begonnen und dauert bis Anfang September an.

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