Für eine mickrige Beute

Über drei Jahre Haft für Angriff auf Rollstuhlfahrer

Berlin - Dieser Überfall kommt dem Täter teuer zu stehen: Weil er einen Rollstuhlfahrer angegriffen und ihm 25 Euro abgenommen hab, winken ihm jetzt einige Jahre Gefängnis.

Nach der Attacke auf einen Rollstuhlfahrer mit einer Beute von 25 Euro ist ein 39-Jähriger zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Das Berliner Landgericht sprach den Angeklagten am Mittwoch des räuberischen Diebstahls in einem besonders schweren Fall schuldig. Er habe zwei Geldscheine aus dem Portemonnaie des 38 Jahre alten Opfers genommen, als ihm der Rollstuhlfahrer gerade einen Euro für einen Kaffee habe geben wollen. Der Angeklagte habe dem 38-Jährigen zudem ein Messer an den Hals gehalten. Die Staatsanwältin hatte auf eine Haftstrafe von fünf Jahren plädiert.

Der vielfach Vorbestrafte habe sich erneut „ein schwächeres Opfer ausgesucht“, sagte die Vorsitzende Richterin. Bei dem Vorfall im Juni 2015 am Bahnhof Zoo habe der wohnungslose Angeklagte zunächst mit zwei weiteren Männern gestritten. Der Rollstuhlfahrer habe das beobachtet und schlichten wollen. Nachdem der Angeklagte um Kleingeld gebeten hatte, sei es zum Diebstahl gekommen.

Der 39-Jährige hatte die Vorwürfe in dem Verfahren zurückgewiesen. Er sei nach einer stundenlangen Zechtour erheblich angetrunken gewesen und habe sich darüber geärgert, dass sich der Rollstuhlfahrer einmischte, erklärte der Angeklagte. Möglicherweise habe er ihn deshalb beleidigt. „Ich habe aber kein Geld genommen und ihn auch nicht bedroht.“

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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