Mehr als 250 Extremisten im Irak getötet

Blutbad: - Bei einer Offensive gegen mutmaßliche sunnitische Terroristen sind nach offiziellen Angaben am Sonntag in der Nähe der zentralirakischen Pilgerstadt Nadschaf mehr als 250 Extremisten getötet worden. Der US-Sender Fox News berichtete unter Berufung auf den irakischen Militärsprecher Ali Nomas, es seien mehr als 250 Leichen gefunden worden.

Diese Zahl nannte auch ein irakischer General, der jedoch darauf verwies, dass genaue Angaben über die Todesopfer erst heute gemacht werden sollen. Die Militäraktion der irakischen Streitkräfte sei von US-Soldaten unterstützt worden.

Nach Angaben des US-Nachrichtensenders CNN hatten rund 600 Bewaffnete einen Angriff auf die Pilgerstadt geplant. Sie hätten auch den schiitischen Großajatollah Ali al-Sistani ermorden wollen.

Der Gouverneur von Nadschaf sagte laut CNN im irakischen Fernsehen, die Extremisten hätten Anschläge auf fromme Schiiten geplant, die während des Ashura-Fests von Nadschaf nach Kerbela pilgern. Das Ashura-Fests erinnert an das Martyrium des Enkels des Profeten Mohammed - des Imams Hussein. Anlässlich des Ashura-Festes, das unter der Regime von Saddam Hussein nicht begangen werden durfte, ist es immer wieder zu blutigen Attentaten gekommen. Im Jahr 2004 starben bei Anschlägen in Bagdad und Kerbela mehr als 180 schiitische Pilger.

Bei der Operation bei Nadschaf sei auch ein amerikanischer Hubschrauber abgestürzt. Laut US-Militär wurden zwei Soldaten getötet. Über die Absturzursache machten die US-Streitkräfte laut CNN keine Angaben. Nach irakischer Darstellung schossen Aufständische den Helikopter ab. Mindestens drei irakische Soldaten bei der Militäroperation seien gefallen, sagte ein irakischer Polizeioberst.

In Nadschaf sind zum Schutz schiitischer Pilger zum derzeitigen Ashura-Fest rund 25 000 zusätzliche Polizisten im Einsatz. In Nadschafs Nachbarstadt Kerbela erreicht das islamische Aschura-Fest am Montag und Dienstag seinen Höhepunkt, zu dem jedes Jahr Hunderttausende schiitischer Pilger anreisen.

Der Sender Al-Irakija berichtete unterdessen in der Ortschaft Dscharf al-Sachr seien am Sonntag zehn Zivilisten bei einem Mörserangriff ums Leben gekommen.

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