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Mehr als 20 Überlebende bei Flugzeugabsturz in Russland

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- Moskau - Wie durch ein Wunder haben 24 von insgesamt 53 Menschen den Absturz eines russischen Propeller-Flugzeugs nördlich des Polarkreises überlebt. Nach einer Bruchlandung konnten sich die teilweise schwer verletzten Mitarbeiter einer Ölfirma sowie Crewmitglieder am Mittwoch rechtzeitig aus der brennenden Antonow-24 retten, wie die Agentur Interfax meldete.

Die übrigen 29 Menschen an Bord kamen in den Trümmern ums Leben oder starben später an ihren Verletzungen. Das 33 Jahre alte Flugzeug brannte fünf Kilometer vor dem Zielflughafen Warandej an der russischen Eismeerküste völlig aus.

Noch Stunden nach dem Unfall blieben viele Angaben widersprüchlich. Die Zahl der Überlebenden schwankte lange Zeit zwischen 22 und 24. Die Gesamtzahl der Menschen an Bord wurde zuletzt auf 53 beziffert. Das Verkehrsministerium in Moskau hatte zunächst mitgeteilt, alle an Bord seien ums Leben gekommen. Dann verbreiteten die Behörden in dem 2000 Kilometer nordöstlich gelegenen Gebiet die frohe Nachricht: Einzelne Überlebende hätten sich von der Unfallstelle gemeldet. «Wir erhielten einen Anruf über Satellitentelefon. Man sagte uns, dass 23 überlebt hätten», sagte ein Sprecher des Nenzen-Gebietes. Die Behörden erhöhten die Zahl der Überlebenden später auf 24.

Aus zunächst ungeklärter Ursache hatte die Antonow kurz vor dem Ziel zur Notlandung in der tief verschneiten Tundra angesetzt. Nach einem nicht bestätigten Bericht soll vor Ort starker Nebel die Sicht behindert haben. Beim Aufsetzen stürzte die Maschine auf die Seite, es brach der linke Flügel ab. Später erreichten Rettungskräfte mit einem Hubschrauber den Unfallort, an dem 24 Grad Frost herrschten.

Zehn Menschen wurden mit teilweise schweren Verletzungen in Krankenhäuser der Stadt Narjan-Mar gebracht. Der Flugkapitän habe den Absturz nicht überlebt, hieß es.

In den schwer zugänglichen Weiten des russischen Nordens sind viele Siedlungen und Förderstätten nur mit Hubschraubern oder Flugzeugen zu erreichen. Bei Flügen in den russischen Regionen fehlen häufig Passagierlisten. Deshalb herrscht bei Unfällen oft Unklarheit über die genaue Zahl der Opfer.

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