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Rettungskräfte an dem gesunkenen Schlepper in Jingjiang: 20 Menschen werden vermisst.

Unglück in China

Schlepper gesunken: 22 Vermisste 

Peking - Nach dem Untergang eines Schleppers auf dem Jangtse-Fluss in China werden 22 Menschen vermisst, darunter acht Ausländer. Nur drei Menschen konnten bisher gerettet werden.

Tödliches Ende einer Testfahrt. Der Schlepper kippte plötzlich zur Seite und kenterte. Ein Überlebender harrte 14 Stunden in einer Luftblase aus, bis Bergungstrupps ein Loch in den Rumpf schnitten.

Wie die Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag meldete, handelte es sich bei den Ausländern um vier Singapurer, einen Indonesier, einen Malaysier und einen Japaner. Erste Angaben über einen Franzosen wurden nicht bestätigt.

Bei der Versuchsfahrt am Donnerstag im Fubei Kanal nahe der Stadt Jinjiang in der Provinz Jiangsu sei der 30 Meter lange und 3768 Tonnen schwere Schlepper plötzlich gekentert. Die Fahrt sei weder angemeldet noch genehmigt gewesen, berichtete Xinhua. Bilder in Chinas Medien zeigten das Schiff kieloben im Wasser liegen.

Drei Menschen wurden gerettet, darunter nach 14 Stunden ein chinesischer Japanisch-Übersetzer. Mit einem 60-jährigen japanischen Ingenieur sei er am Steuerstand gewesen, berichtete Wang Zhenkai der Staatsagentur. „Wir hatten gerade einen Belastungstest des Hauptmotors beendet, als das Schiff plötzlich zur Seite kippte. Sofort strömte Wasser hinein.“

Er habe sich an eine Hydraulikpumpe geklammert und auch den Ingenieur zunächst noch festhalten können. Dann sei das Boot weiter gesunken. Die Strömung habe beide auseinander gerissen. Der Übersetzer überlebte in einer Luftblase und wurde gerettet, als die Bergungsmannschaften Freitagfrüh ein Loch in den Rumpf des gekenterten Schiffes schnitten.

Die laufenden Rettungsarbeiten seien schwierig, weil das Wasser kalt und die Strömung stark sei, berichtete Xinhua.

dpa

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