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Mehrere Waggons sprangen aus den Gleisen. Foto: NÖ Landesfeuerwehrkommando/APA/dpa

Zusammenstoß zweier Waggons

Viele Verletzte bei Zugunglücken in Österreich und Spanien - Bergungsarbeiten dauern an

Bei Wien stoßen zwei Personenzüge aneinander, in der Nähe von Madrid kann eine doppelstöckige S-Bahn am Endbahnhof nicht rechtzeitig bremsen und kracht gegen einen Sicherheitsprellbock am Bahnsteigende. Die Unfallursachen sind in beiden Fällen unklar.

Wien/Alcala de Henares - Bei Zugunglücken in Österreich und Spanien sind kurz vor Weihnachten Dutzende Menschen verletzt worden.

Zwölf Menschen zogen sich bei einem Zusammenstoß zweier Personenzüge in der Nähe von Wien leichte bis mittelschwere Verletzungen zu, wie die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und das Rote Kreuz am späten Freitagabend mitteilten. 30 bis 50 weitere Fahrgäste seien unverletzt geblieben. Die Züge waren nach ersten Ermittlungen in gleicher Richtung unterwegs gewesen und im Bahnhofsbereich des Ortes Kritzendorf seitlich aneinandergeraten. Dabei stürzten zwei Waggons um, einer sprang aus den Schienen und blieb in Schräglage stehen.

Etliche Passagiere waren in den umgestürzten Waggons eingeschlossen, aber nicht eingeklemmt. Sie konnten aber alle in Sicherheit gebracht werden, wie der Sprecher Landesfeuerwehrkommandos, Franz Resperger, sagte. Viele Passagiere mussten von den Helfern durch die Fenster befreit werden.

Über die Unfallursache konnte ein Sprecher der Polizei Niederösterreich zunächst keine Angaben machen. Die Ermittlungen liefen. Laut Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) gab es keine Hinweise auf eine technische Ursache. "Wir vermuten, dass die Ursache in einem menschlichen Fehler zu suchen ist", sagte er.

Die Retter waren im Großeinsatz, darunter auch Einsatzteams mit zwei Rettungshubschraubern. Einige der Verletzten wurden nach ersten Berichten mit Kopfverletzungen in Krankenhäuser gebracht.

Das Unglück ereignete sich um 17.50 Uhr in Kritzendorf vor den Toren der österreichischen Hauptstadt. Beteiligt waren eine S-Bahn und ein Regionalzug. Ein Bahnabschnitt wurde zunächst gesperrt, wie die österreichische Bahn mitteilte.

In Alcalá de Henares nahe der spanischen Hauptstadt Madrid wurden ebenfalls am Freitag bei einem Zugunglück zwei Menschen schwer verletzt. Knapp 40 weitere Passagiere seien wegen leichterer und mittelschwerer Verletzungen wie Prellungen und Schock behandelt worden, teilten lokale Behörden mit.

Der Unfall ereignete sich am Freitagnachmittag, als eine doppelstöckige S-Bahn am Endbahnhof nicht rechtzeitig bremsen konnte und gegen einen Sicherheitsprellbock am Bahnsteigende krachte. Der Aufprall sei bei niedriger Geschwindigkeit erfolgt, ließ die Bahngesellschaft Adif wissen.

Die genaueren Hintergründe des Unfalls waren vorerst noch unklar. Ein Drogen- und Alkoholtest des Zugführers sei negativ ausgefallen, sagte der Bürgermeister von Alcalá de Henares, Javier Rodríguez Palacios, der spanischen Nachrichtenagentur Europa Press.

Verkehrsminister Iñigo de la Serna fuhr nach Angaben der spanischen Regierung sofort zur Unfallstelle, um sich vor Ort ein Bild der Situation zu machen. Das Gebiet wurde von der Polizei abgesperrt. Im örtlichen Zugverkehr kam es zu Verspätungen.

Bergungsarbeiten dauern an

Nach dem Zugunglück bei Wien dauern die Bergungsarbeiten an diesem Samstag an. An der Unfallstelle in Kritzendorf mussten Teile der Oberleitung entfernt werden, damit ein Kran an die umgestürzten Waggons kam, wie der Sprecher der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), Roman Hahslinger, berichtete. Die Arbeiten kämen aber zügig voran. Die Bahn setzte zur Umgehung des gesperrten Schienenabschnitts zunächst weiter Busse ein.

Bahnmitteilung Österreich

Spanischer Notfalldienst bei Twitter

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