Selfie mit Sturmwolke: Ein Paar auf dem Nordseedeich von Neuharlingersiel in Niedersachsen. Foto: Ingo Wagner
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Selfie mit Sturmwolke: Ein Paar auf dem Nordseedeich von Neuharlingersiel in Niedersachsen. Foto: Ingo Wagner

Umfrage

Mehrheit zeigt dem Winterblues die kalte Schulter

Der Frost lässt etwas nach, doch es bleibt neblig und trüb in Deutschland. Von einem Winterblues spüren die meisten dennoch nichts, wie eine Umfrage zeigt. Schnee ist sogar besonders gern gesehen.

Offenbach (dpa) - Das eisige Winterwetter bleibt Deutschland noch einige Tage erhalten. Im Laufe der kommenden Woche setzt sich dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge zwar mildere Luft durch und es soll nur wenig regnen. Kalt und neblig-trüb werde es dennoch, teilte der DWD mit.

Einen Winterblues verspüren einer Umfrage zufolge angesichts des Wetters aber nur eher wenige Menschen.

Am Wochenende nutzten 2262 Schwimmer die Kälte für ein eisiges Bad in der Donau. Im bayerischen Neuburg stürzten sich die Wagemutigen bei einer Außentemperatur von minus zwei Grad und einer Wassertemperatur von einem Grad in die Fluten. In fantasievollen Kostümen und in Neoprenanzügen legten die Teilnehmer etwa vier Kilometer zurück.

Im Harz gingen zahlreiche Wintersportler ihrer Leidenschaft nach. Die Loipen, Pisten und Rodelbahnen seien gut besucht, hieß es von der Tourist-Information. Einem Mann am Chiemsee wurde das Wetter dagegen zum Verhängnis: Der 51-Jährige wollte auf dem zugefrorenen See einen Spaziergang machen, brach aber ins Wasser ein und musste gerettet werden. Auch auf dem Königssee brach ein 77-Jähriger durch das Eis ins Wasser. Der Spaziergänger konnte sich selbst wieder aufs Eis hieven und wurde unterkühlt von Rettungskräften in Empfang genommen, wie die Polizei am Samstag mitteilte.

In den nächsten Tagen mildert sich der strenge Frost laut DWD ab, da sich eine schwächere Kaltfront von Skandinavien nach Deutschland schiebe. Sie sollte zunächst im Westen ankommen, am Sonntag dann auch im Osten. Voraussichtlich fällt in der Nordhälfte Regen und in den Bergen Schnee.

Am Montag soll dann ein Tief Deutschland erreichen, dessen Niederschläge vor allem die Mitte treffen dürften. Schnee in höheren Lagen beziehungsweise gefrierender Regen in den Niederungen könnte zum Wochenauftakt gebietsweise für Probleme auf den Straßen sorgen. In der Nacht zum Dienstag droht dann auch im Süden örtlich Glätte.

Der Rest der Woche bringt mildere Luft und wohl nur wenig Niederschläge. Dabei gibt es nachts meist im Osten noch Frost. Tagsüber werden entlang des Rheins Temperaturen von zwei bis fünf Grad erwartet, ansonsten eher milde fünf bis zehn Grad.

Schlechte Laune bereitet die dunkle Jahreszeit nur einer Minderheit. Einer repräsentativen YouGov-Umfrage zufolge lässt sich die Mehrheit der Bundesbürger die Stimmung im Winter nicht vermiesen. Auf die Frage, ob sie am Winterblues leiden, antworteten lediglich 37 Prozent der 1032 Teilnehmer mit "ja" oder "eher ja". 58 Prozent sagten "nein" oder "eher nein".

Gerade Schnee ist bei vielen Menschen sehr beliebt. In einer weiteren YouGov-Umfrage sagten 40 Prozent der 1040 Befragten, dass sie Schnee lieben. 25 Prozent hassen demnach Schnee - und rund einem Viertel ist er schlicht egal.

Übersicht Schulferien

Deutscher Wetterdienst zu Winter

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