"Mein Mandant ist in den Medien regelrecht gelyncht worden"

Logroño - Angesichts einer landesweiten Welle der Empörung hat ein spanischer Autofahrer eine Schadenersatzklage gegen die Eltern eines Jungen zurückgezogen, den er bei einem Unfall tödlich verletzt hatte. Vor dem Gerichtsgebäude hatten rund 200 Menschen gegen den Kläger demonstriert.

Rund 20 000 Euro hatte der Mann von der Familie für die Schäden verlangt, die bei dem Zusammenprall mit dem 17-Jährigen an seinem Auto entstanden waren sowie für den Ersatzwagen, den er damals gemietet hatte. Zum Auftakt des Prozesses im nordspanischen Haro zog der 43 Jahre alte Unternehmer seine Klage am Mittwoch jedoch zurück. Das Verfahren wurde daraufhin eingestellt.

Er habe sich dem Druck der öffentlichen Meinung gebeugt, erklärte sein Anwalt nach Rundfunkberichten. Sein Mandant sei in den Medien regelrecht gelyncht worden. Vor dem Gerichtsgebäude hatten rund 200 Menschen gegen den Kläger demonstriert.

dpa

Auch interessant

Kommentare