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Memphis droht eine Jahrhundert-Flut.

Höchststand von 14,6 Metern für Mittwoch erwartet

Memphis bereitet sich auf verheerende Flut vor

Memphis/Tennessee - Im Norden der USA hat eine Überschwemmungskatastrophe Hunderte Häuser zerstört, während im Süden des Landes der Mississippi über die Ufer zu treten droht.

Der längste Fluss der USA soll an einigen Stellen seinen höchsten Wasserstand seit den 20er Jahren erreichen. In der Stadt Memphis im US-Staat Tennessee soll er bis zum kommenden Mittwoch auf einen Höchststand von 14,6 Metern anschwellen, das wäre der zweithöchste Stand in der Geschichte der Stadt nach 14 Metern bei der verheerenden Flut 1927 und 14,84 Metern bei der Überschwemmung 1937.

In den kommenden ein bis zwei Wochen könnten Teile des Mississippi-Deltas überschwemmt werden. In Memphis verteilten die örtlichen Behörden Flugblätter an rund 1.000 Haushalte und richteten Notunterkünfte ein. Die örtlichen Behörden waren sich nicht sicher, ob sie befugt sind, Evakuierungen anzuordnen. Sie hofften, mit den Flugblättern die Menschen dazu zu bewegen, ihre Häuser zu verlassen. In Louisiana erklärte der Gouverneur, selbst bei Öffnung eines Hochwasserüberlaufes drohten Überschwemmungen.

In den nördlichen US-Staaten New York und Vermont erreichte der Lake Champlain seinen höchsten jemals gemessenen Stand und droht noch weiter anzusteigen. Dabei wurden in den vergangenen Tagen Hunderte Häuser am Ufer und auf den Inseln des Sees zerstört. Der Gouverneur erklärte die Gegend zu einer Katastrophenzone, ordnete aber noch keine Zwangsevakuierungen an.

Nach der verheerenden Flut des Mississippis im Jahre 1927, bei der Hunderte Menschen ums Leben kamen, machte der Kongress den Schutz der Städte am Fluss zur Priorität. Statt nur auf Dämme zu setzen wurden für 13 Milliarden Dollar (knapp neun Milliarden Euro) Entlastungskanäle gebaut.

dapd

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