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Hier stürzen rund 30 Leute in die Tiefe. Für mindestens 16 von ihnen kam jede Hilfe zu spät.

Sturz in Schacht

16 Menschen sterben bei Open-Air Konzert

Seoul - Rund 700 Zuschauer fanden sich zum Konzert einer Girl-Group unter freiem Himmel zusammen, als das Unglück passierte und mindestens 16 Menschen in den Tod riss.

Mindestens 16 Besucher eines Popkonzerts in Südkorea sind beim Sturz in einen etwa 20 Meter tiefen Lüftungsschacht ums Leben gekommen. Elf weitere Menschen wurden verletzt, als das Gitter des Schachts nachgab und sie hinabstürzten, wie ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde am Freitag mitteilte. Vier von ihnen seien schwer verletzt.

Zahlreiche der etwa 1000 Besucher hatten sich nach Fernsehberichten auf das Gitter der etwa schulterhohen Betonvorrichtung gestellt, um eine bessere Sicht auf die Aufführung der beliebten Girlgroup „4Minute“ zu haben. Das Unglück geschah am späten Nachmittag vor einer Freiluftbühne in dem nahe Seoul gelegenen Ort Seongnam.

Der Schacht nach dem Unglück.

Wie der Nachrichtenkanal News Y berichtete, schien der Band und den meisten Konzertbesuchern kurz nach dem Unglück nicht klar gewesen zu sein, was passiert war. Die Band habe zunächst ihre Aufführung fortgesetzt. Viele Besucher blickten hingegen nach der Tragödie vom Rand des Schachts erschüttert in die Tiefe.

Die Ursache des Unglücks war zunächst unklar. Der TV-Sender Arirang berichtete, dass Sicherheitskräfte die Besucher während des Konzerts davor gewarnt hätten, sich auf das Lochgitter zu stellen. Die Zuhörer hätten die Warnung jedoch ignoriert.

Das Unglück ereignete sich zu einem Zeitpunkt, da viele Südkoreaner noch immer nicht das verheerende Fährunglück vom April vor der Südwestküste des Landes verarbeiten haben. Bei dem Untergang der „Sewol“ waren rund 300 Menschen ums Leben gekommen. Die Katastrophe hatte eine Debatte über die Sicherheitsstandards im Land in Gang gesetzt. Nach Angaben der Ermittler war die Fähre deutlich überladen gewesen.

dpa

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