Von Plastik-Ring zerquetscht

Schock-Foto: Darum sollten wir keinen Müll ins Meer werfen

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Whitley Bay - Immer wieder sterben Tiere, weil Menschen ihren Müll nicht ordentlich entsorgen. Ein Schockfoto aus England soll nun auf dieses Problem aufmerksam machen.

Die britische Zeitung metro.uk veröffentlichte vergangene Woche Fotos eines Seehunds, der, gefangen in einem Ring aus Plastik-Müll, von Tierschützern nur noch tot geborgen werden konnte. Offensichtlich hatte er sich in dem Verpackungsring bereits verfangen, als er noch jünger und kleiner gewesen war, und sich nicht mehr davon befreien können. Als er größer und somit auch schwerer wurde, begann der Plastik-Ring, zunächst in seine Haut und schließlich auch in seine Muskeln zu schneiden, bis es ihm schließlich gänzlich die Luft abschnürte.

Sally Bennett von St Mary's Seal Watch in Whitley Bay, Newcastle, sagte gegenüber metro.uk, dass der Seehund zwar von den Rettern noch lebend, aber bereits mit starken Schmerzen gefunden wurde. Zwar habe man noch einen Arzt der British Divers Marine Life Rescue gerufen, doch noch bevor dieser am Fundort ankam, sei der Seehund tragischerweise verstorben. „Hätte man ihn nur ein paar Tage früher gefunden, hätte man ihm vielleicht noch helfen können“, beklagt Bennett.

Der Fall sei ein schwerer Schock für alle Beteiligten gewesen und einige Freiwillige hätten die Bilder nur schwer ertragen können. Es sei ein besonders schlimmer Fall, so Bennett, und einer, der wütend mache. Immer wieder würden Tiere gefunden, die sich auf mehr oder weiger schlimme Art und Weise in menschlichem Müll verfangen hätten. Der Seehund sei einzig aus menschlichem Verschulden heraus gestorben, so Bennett.

Die User, die die Bilder im Internet sahen, waren allesamt stark betroffen. Sally Bennett und die Freiwilligen der Tierrettung hoffen nun, dass mehr Menschen anfangen, sich über ihren Weg der Müllentsorgung Gedanken zu machen, damit nicht mehr so viele Tiere unter der Sorglosigkeit der Menschen leiden müssen. Zudem wurde eine Petition ins Leben gerufen, die die Tiere künftig schützen soll.

kah

Rubriklistenbild: © St. Mary's Seal Watch

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