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Helfer am Fuße des indonesischen Merapi-Vulkans.

Im Merapi-Vulkan rumort es weiter

Jakarta - Der indonesische Vulkan Merapi hat einen Tag nach der wohl schlimmsten Eruption seit 100 Jahren am Samstag weiter kleinere Aschewolken in die Luft gestoßen. Vulkanologen registrierten erneut Aktivität im Krater.

“Die Situation bleibt gefährlich“, sagte Sutopo Nugroho von der nationalen Katastrophenschutzbehörde. Der Flughafen in der nahe gelegenen Stadt Yogyakarta lag unter einer Schicht Vulkanasche und blieb geschlossen. Unterdessen erwachte auf den Philippinen der Vulkan Bulusan und spie Asche und Dampf bis zu 600 Meter hoch. Der rund 250 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Manila liegende Vulkan auf der Insel Luzon war zuletzt im Jahr 2007 ausgebrochen.

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Vulkan Merapi fordert zahlreiche Opfer

Die umliegenden Bewohner wurden alarmiert, achtsam zu sein und mindestens vier Kilometer Abstand zum Krater zu halten. Am Merapi fanden Helfer am Samstag die Leichen weiterer Opfer, die bei der schweren Eruption in der Nacht zum Freitag ums Leben gekommen waren. Die Suche gehe weiter, sagte Helfer Bayu Gawtama. “Die Dörfer sehen aus wie Geisterdörfer, wie im Horrorfilm.“

Die Zahl der Todesopfer seit dem Erwachen des Vulkans am 26. Oktober stieg auf mindestens 122. Fast 200 000 Menschen wurden inzwischen aus der unmittelbaren Gefahrenzone gebracht. “Ich glaube, die Eruption vom Freitag hat selbst die stursten Bauern aufgeschreckt“, sagte Gawtama. Viele Anwohner hatten sich lange geweigert, zu gehen und ihr Vieh zurückzulassen. Präsident Susilo Bambang Yudhoyono kündigte schließlich ein Viehkauf-Programm an, um die Menschen zum Verlassen ihrer Häuser zu bewegen.

dpa

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