Einzelfälle auch in Deutschland

Droht Corona 2.0? Virologe Drosten will neuartiges Virus erforschen - „Eine hohe Sterblichkeit“

Christian Drosten geht durch die Erforschung von Corona wohl in die Geschichte ein. Jetzt will sich der Virologe dem nächsten Virus widmen: MERS, das tödliche Atemwegsinfektionen hervorrufen kann.

München - Christian Drosten hat schon das nächste Virus im Blick: MERS-CoV sei der nächste Pandemie-Kandidat, erklärte der Virologe der Berliner Charité.

Der Wissenschaftler hat durch seine Forschungen zum Coronavirus und zu Covid-19 weit über Deutschland hinaus internationale Bekanntheit erlangt.

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„Wenn der Rummel jetzt vorbei ist, dann werde ich mit einer kleinen Arbeitsgruppe ein neues Thema aufbauen“, sagte Drosten im Gespräch mit Capital.

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Christian Drosten will zu MERS-CoV forschen - hohe Sterblichkeit wie beim Coronavirus

MERS-CoV? Ähnlich wie das aktuelle Coronavirus kann das Middle East Respiratory Syndrome laut dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) „einen sehr schweren Verlauf nehmen mit einer hohen Sterblichkeit“.

2012 wurde das Virus demnach entdeckt. Es wird grundsätzlich vom Tier auf den Menschen übertragen. Aber auch vereinzelte Ansteckungen von Mensch zu Mensch wurden nachgewiesen, erklärt das DZIF in einer Beschreibung.

Alle bisherigen Erkrankungen gingen demnach von der Arabischen Halbinsel aus, vornehmlich aus Saudi-Arabien und Oman, aber auch aus dem Iran. Das Lastentier Dromedar sei der Wirt der Viren gewesen, heißt es weiter.

Christian Drosten plant Forschung zu MERS-CoV: „Tödliche Atemwegsinfektionen“ wie bei Corona

Das Deutsche Ärzteblatt spricht davon, dass MERS-CoV „tödliche Atemwegsinfektionen und Multiorganversagen hervorrufen kann“. Wie bei Corona. 2015 habe es größere Ausbrüche auf der Arabischen Halbinsel, in Südostasien (Thailand, Korea und Philippinen) und in China gegeben, wird in einem Infoblatt der medizinischen Publikation weiter beschrieben.

Markant: Vereinzelte Fälle wurden 2015 auch in der Bundesrepublik festgestellt. Wie das DZIF aber erklärt, bestehe in Deutschland „derzeit kein erhöhtes Risiko für die Ansteckung mit MERS-CoV“. (pm)

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