Ein Himmelskörper liefert wertvolle Erkenntnisse im Hinblick auf die Entstehung von Leben auf der Erde
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Ein Himmelskörper liefert wertvolle Erkenntnisse im Hinblick auf die Entstehung von Leben auf der Erde.

Der Ursprung menschlichen Lebens?

Weltall: Feuerball fällt auf die Erde und enthüllt außerirdisches Geheimnis

  • Patrick Freiwah
    vonPatrick Freiwah
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In den USA wurde ein Meteorit entdeckt, auf dem sich eine Vielzahl von Organismen befinden. Lösen sie das Rätsel, wie Leben auf die Erde gekommen ist?

  • Der Ursprung allen Lebens: Wurden Organismen vor Milliarden von Jahren auf die Erde transportiert?
  • Ein Himmelskörper-Fund in den USA verspricht Wissenschaftlern erstaunliche Erkenntnisse.
  • Der Meteoritenstein war nach dem Niederschlag nahezu unverändert und weist zahlreiche Lebensformen auf.

Michigan/USA - Über die Frage, wie lange es bereits Lebensformen auf der Erde gibt, herrscht aus wissenschaftlicher Sicht keine Klarheit. Weitestgehend einig sind sich Forscher aus aller Welt lediglich darin, dass es bereits vor Milliarden von Jahren Leben auf unserem Heimatplaneten gab. Ein im Jahr 2018 aufgespürter Himmelskörper verspricht der Fachwelt und Weltraumfanatikern nun neue Erkenntnisse im Hinblick auf die Entstehung der Menschheit.

Meteoriteneinschlag in den USA: Himmelskörper mit mehr als 2000 Organismen entdeckt

Ausschlaggebend ist ein Meteoriteneinschlag, der im US-Staat Michigan erfolgte. Ein Teil des Gesteins schlug im Strawberry Lake nahe der Stadt Hamburg Township (rund 20.000 Einwohner) ein:

Die nun veröffentlichte Studie eines renommierten Professors handelt davon, dass auf dem Meteorstein mehr als 2000 Organismen festgestellt wurden, die aus einer Zeit stammen, als unser Sonnensystem noch ziemlich jung gewesen sei.

Erschienen ist der aufsehenerregende Bericht im Journal „Meteoritics & Planetary Science“. Bisherigen Erkenntnissen zufolge könne die Zusammensetzung des Himmelskörpers veranschaulichen, wie vor Urzeiten Meteoriteneinschläge auf der noch jungen Erde dafür ausschlaggebend waren, dass terrestrisches Leben entstanden ist - und damit auch die Menschheit.

Himmelskörper versetzt Wissenschaftler in Freude - Zwei Dinge machen den Meteorit besonders

Was unterscheidet den Meteoriteneinschlag von jenen zuvor? Zwei Dinge: Zum einen konnte in Michigan mithilfe von NASA-Technologie zügig geortet werden, wo der Aerolith nach dem Eintritt in die Erdatmosphäre gelandet ist. Die Weltraumbehörde ist in den USA nämlich nicht nur für Raumfahrtprogramme zuständig, sondern auch für geowissenschaftliche Phänomene und die radarbasierte Überwachung des Wetters*.

Der zweite Punkt resultiert aus dem Einschlagsort: Weil die Absplitterung des Feuerballs durch den Meteoritenjäger Robert Ward auf der gefrorenen Eisfläche des Strawberry Lake gefunden wurde, konnte das Gestein in nahezu unveränderter Form einem Museum übergeben werden, wo die akribische Auswertung begann. Liegt Gestein aus dem Weltall nämlich längere Zeit unberührt auf der Erde, sammeln sich in Windeseile winzige Lebensformen wie Mikroben oder Bakterien darauf.

Durch die enorme Hitze von mehreren Hundert Grad Celsius schmelzen etwa 90 Prozent aller Himmelskörper, wie Futurezone schildert. Der Rest des außerirdischen Ankömmlings wird von einer Kruste aus geschmolzenem Glas ummantelt. Durch die schnelle Bergung konnte verhindert werden, dass flüssiges Wasser in den Stein gelangte. Das Besondere ist zudem, dass der Himmelskörper in die Kategorie H4 eingeteilt ist, was lediglich auf vier Prozent aller Meteoriten zutrifft: ein hoher Eisengehalt in Verbindung mit einer thermalen Metamorphose.

Im Herbst 2019 sorgte auch in Bayern ein Meteoriteneinschlag für spektakuläre Aufnahmen:

Meteorit mit zahlreichen organischen Verbindungen: Wie entstand Leben auf der Erde?

„Der Meteorit war ziemlich makellos. Wir konnten sehen, dass die Mineralien nicht stark verändert waren, und stellten später fest, dass er einen reichen Bestand an außerirdischen organischen Verbindungen enthielt“, sagt Philipp Heck, Kurator des Field Museum, und Autor des wissenschaftlichen Papiers. Der US-Professor sorgte zuletzt auch mit einer Entdeckung im Hinblick auf die Eiszeit für Aufsehen.

Das könnte also bedeuten, dass Menschen letztlich selbst von außerirdischen Lebensformen abstammen, die sich unter irdischen Bedingungen entwickelt haben. Eine Ex-Astronautin sprach kürzlich über eine spektakuläre Theorie: Außerirdische sind längst auf der Erde - für Menschen jedoch unsichtbar. (PF) *Merkur.de ist ein Angebot des Ippen Digital Netzwerks

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