+
Raymundo Serrano, Chef der Gynäkologie der "General de Occidente"-Klinik, berichtet über die Geburt der jungen Mexikanerin, die mit erst 12 Jahren ein Kind bekommen hat.

Skandal-Schwangerschaft in Mexiko

Mädchen bekommt Baby: Von eigenem Stiefvater?

Mexiko-Stadt - Die mexikanische Polizei hat den Stiefvater eines kleinen Mädchens festgenommen, das im Januar im Alter von nur 12 Jahren ein Baby zur Welt gebracht hatte.

Gentests hätten ergeben, dass der 44-Jährige der Vater der Neugeborenen sei, teilte die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Jalisco am Mittwochabend (Ortszeit) mit. Der Mann habe sexuelle Handlungen mit dem Kind zugegeben. Ihm wird sexueller Missbrauch von Minderjährigen vorgeworfen. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm zwölf bis 20 Jahre Gefängnis. Auch gegen die Mutter des Mädchens wird ermittelt.

Die Schwangerschaft hatte weltweit Aufsehen erregt. Untersuchungen ergaben allerdings, dass die junge Mutter nicht wie zunächst angegeben 9, sondern wahrscheinlich 12 oder 13 Jahre alt ist. Das genau Geburtsdatum ist nicht bekannt.

Zunächst hatte das Mädchen erklärt, ein 17 Jahre alter Freund sei der Vater des Babys. Es kam am 27. Januar in einem Krankenhaus bei Guadalajara per Kaiserschnitt zur Welt. Das Mädchen und sein Töchterchen leben nun in einem Heim.

Nach Angaben der Organisation „Red por los Derechos de la Infancia en México“ (Netzwerk für Kinderrechte in Mexiko) sind frühe Schwangerschaften in dem lateinamerikanischen Land keine Seltenheit. Laut Kinderhilfswerk Unicef haben 6 von 10 000 zwölfjährigen Mädchen in Mexiko mindestens ein Kind.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Weg damit: Bagger zerstört Riesen-Hakenkreuz in Hamburg 
Vor genau einer Woche fand ein Baggerfahrer zufällig ein monströses Hakenkreuz unter der Erde eines Sportplatzes. Nun rückte der Bagger an und setzte dem Nazi-Symbol ein …
Weg damit: Bagger zerstört Riesen-Hakenkreuz in Hamburg 
Die Hoffnung stirbt zuletzt: Marine gibt Suche nach verschollenem U-Boot nicht auf
Die Hoffnung schwindet. Die „ARA San Juan“ ist nun seit über einer Woche verschwunden. An Bord befanden sich 44 Leute - die Suche geht weiter. 
Die Hoffnung stirbt zuletzt: Marine gibt Suche nach verschollenem U-Boot nicht auf
Student droht mit Amoklauf an der Uni Trier
Eine Amokdrohung an der Trierer Uni hält die Polizei stundenlang in Atem. Zwar nimmt sie den Tatverdächtigen am Morgen fest. Damit ist der Einsatz aber noch nicht vorbei.
Student droht mit Amoklauf an der Uni Trier
Demenzrisiko in Europa sinkt
Wenn Vergessen zur Krankheit wird: Viele Menschen fürchten, im Alter dement zu werden. Doch Demenz ist nicht nur Schicksal. Ärzte berichten über eine erfreuliche …
Demenzrisiko in Europa sinkt

Kommentare