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"El Chapo" bei seiner Festnahme.

Zwei Tage nach der Festnahme

Auslieferungsverfahren gegen "El Chapo" eröffnet

Mexiko-Stadt - Zwei Tage nach der Festnahme des berüchtigten Drogenbosses Joaquín "El Chapo" Guzmán hat die mexikanische Regierung das Verfahren für eine Ausweisung in die USA begonnen.

Am Sonntag besuchten zwei Beamte von Interpol Mexiko das Gefängnis nahe der Hauptstadt Mexiko-Stadt, in dem Guzmán seit seiner Wiederergreifung einsitzt, um zwei Haftbefehle zu vollstrecken, wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte. Damit wurde das Auslieferungsverfahren offiziell eröffnet.

Als nächstes muss ein Richter über die Ausweisung Guzmáns entscheiden. Die Entscheidung wird dann an das Außenministerium weitergeleitet, das grünes Licht für die Ausweisung muss. Guzmán habe aber die Möglichkeit, Einspruch gegen die Entscheidung des Ministeriums einzulegen, erklärte die Generalstaatsanwaltschaft.

Spezialeinheiten hatten "El Chapo" am Freitag in einem Haus nahe der Ortschaft Los Mochis im Nordwesten Mexikos aufgespürt und festgenommen. Am Samstag wurde er in das Hochsicherheitsgefängnis in Altiplano zurückgebracht, aus dem er im Juli entflohen war.

Bislang weigerten sich die mexikanischen Regierungen, "El Chapo" an die USA auszuliefern, wo er wegen Drogendelikten und Mordes angeklagt werden soll. Am Samstag kündigte die Regierung von Präsident Enrique Peña Nieto nun aber an, die Auslieferung vorzubereiten.

Drogenboss Guzmán hatte im Oktober Hollywoodschauspieler Sean Penn ein Interview für das Rolling Stone Magazine gegeben.

Drogenboss "El Chapo" gefasst: Stationen einer Flucht

afp

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