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Die beiden ermordeten Umweltaktivisten setzten sich in Mexico für den Monarchfalter ein. 

Sie setzten sich für den Monarchfalter ein

Mysteriöse Morde in Mexiko: Zwei Schmetterlings-Schützer binnen weniger Tage tot aufgefunden

Zwei als Schmetterlings-Schützer bekannte Umweltaktivisten sind in Mexiko kurz nacheinander ermordert worden. Beobachter haben einen schlimmen Verdacht.

  • Zwei bekannte Umweltschützer wurden in Mexiko binnen weniger Tage tot aufgefunden.
  • Sie protestierten gegen die Abholzung von örtlichen Wäldern, um den Monarchfalter zu schützen.
  • Beobachter vermuten einen Zusammenhang mit mexikanischen Banden.

Michoacán - Zwei mysteriöse Mordfälle sorgen derzeit in Mexiko für Aufsehen: Binnen weniger Tage sind dort zwei Umweltaktivisten ermordet worden. Die beiden Toten waren als Schmetterlings-Schützer bekannt, denn sie setzten sich für den in Mexiko verbreiteten Monarchfalter ein. Die Leiche des Aktivisten Homero Gómez González wurde vor wenigen Tagen in einem Brunnen im Bundesstaat Michoacán gefunden. Am Samstag tauchte dann die von Schlägen gezeichnete Leiche von Raúl Hernández Romero im selben Bundesstaat Michoacán auf, teilte die Staatsanwaltschaft nun mit. 

Morde in Mexiko: Hernández Romeros Leiche hatte unter anderem eine Kopfverletzung

Die Staatsanwaltschaft erklärte am Montag, an Hernández Romeros Leiche seien Verletzungen an unterschiedlichen Körperteilen festgestellt worden, darunter auch eine mit einem scharfen Gegenstand beigebrachte Kopfverletzung. Fünf Tage bevor Hernández Romero Leiche gefunden wurde, hatte seine Frau den Umweltschützer als vermisst gemeldet. Gómez González wurde rund zwei Wochen vermisst, bevor sein toter Körper entdeckt wurde.

Beide Aktivisten hatten sich für den Monarchfalter engagiert, der jedes Jahr von den Kanada und den USA aus bis zu 4500 Kilometer zurücklegt, um danach im Süden zu überwintern. Die Schmetterlings-Schützer forderten ein Ende der illegalen Abholzung der Wälder in Michoacán. Denn dort suchen die Monarchfalter häufig Schutz vor der Kälte suchen.

Morde in Mexiko: Beobachter vermuten eine Verbindung zu kriminellen Banden

Da der US-Bundesstaat Hochburg einer Reihe krimineller Banden ist, die auch um Anteile am lukrativen Holzhandel kämpfen, gibt es bereits einen Verdacht im Hinblick auf mögliche Täter. Beobachter sehen einen Zusammenhang mit der Ermordung der beiden Tierschützer. Der Monarchfalter (Danaus plexippus) ist allerdings nicht nur wegen der Abholzung von Wäldern bedroht. Auch der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sowie der Klimawandel setzen dem Schmetterling mit den orange-schwarz-weiß gezeichneten Flügeln zu. 

Und der Klimawandel macht nicht nur dem Monarchfalter zu schaffen. Auf welche Weise sich die Erderwärmung in den nächsten Jahrzehnten auf unseren Planeten, Tiere und Menschen auswirken wird, zeigen Mitarbeiter der Unternehmensberatung McKinsey in einer besorgniserregenden Studie.  

AFP

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