Banden verschleppten Migranten

Mexiko: Polizei befreit 61 Enführungsopfer

Mexiko-Stadt - Kriminelle Banden entführen in Mexiko immer wieder Menschen auf dem Weg in die USA - nun befreite die Polizei erneut 61 Entführungsopfer nach einer Woche Gefangenschaft.

Die mexikanische Polizei hat im Norden des Landes 61 Menschen aus der Gewalt von Entführern befreit. Die mehrheitlich aus Mittelamerika stammenden Opfer seien in mehreren Häusern und einem Hotel in der Stadt Reynosa im Bundesstaat Tamaulipas an der Grenze zu den USA festgehalten worden, teilte der Sprecher des Sicherheitskabinetts, Eduardo Sánchez, am Freitag (Ortszeit) mit. Vier Verdächtige seien bei den Razzien am Donnerstag festgenommen worden.

„Einige der Befreiten sagten aus, sie wären entführt worden, als sie versuchten, die Grenze in die USA zu passieren“, erklärte Sánchez. Sie seien eine Woche unter „unmenschlichen“ Lebensbedingungen festgehalten worden. Unter den Migranten befänden sich 53 Mittelamerikaner, sieben Mexikaner und ein US-Bürger. Neun von ihnen seien Minderjährige.

Kriminelle Banden entführen in Mexiko immer wieder mittelamerikanische Migranten auf dem Weg in die USA und fordern Lösegeld von deren Familien. In Tamaulipas sind das Golf-Kartell und die Bande „Los Zetas“ aktiv.

Im August 2010 hatten die Behörden in einem Landhaus in San Fernando, 150 Kilometer von Reynosa entfernt, die Leichen von 72 Migranten gefunden, die in der Mehrzahl auch aus Mittelamerika stammten. Ein Überlebender sagte, Mitglieder des Kartells „Los Zetas“ hätten sie entführt und anschließend ermordet, weil sie sich weigerten, für die Kriminellen zu arbeiten.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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