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Mexikos Behörden haben die Exhumierung von 117 Leichen aus einem Massengrab beendet.

Viele fielen Gewaltverbrechen zum Opfer

Mexiko: 117 Leichen aus Massengrab exhumiert

Tetelcingo - Mexikos Behörden haben die Exhumierung von 117 Leichen aus einem Massengrab im Zentrum des Landes abgeschlossen. Bei vielen der Toten soll es sich um Opfer von Gewaltverbrechen handeln.

Die Ausgrabungen waren angeordnet worden, nachdem eine Familie wegen des Schicksals eines womöglich getöteten Angehörigen geklagt hatte.

Die Ausgrabungen im Friedhof des Ortes Tetelcingo etwa 100 Kilometer südlich von Mexiko-Stadt hatten zwölf Tage gedauert. Entdeckt wurde das Grab von der Familie eines 2013 entführten und ermordeten Jugendlichen. Seine Leiche war in ein Leichenschauhaus gebracht worden, aber die Behörden ließen ihn in einem Massengrab beisetzen, ohne seine Familie zu informieren.

Die Entdeckung hatte in Mexiko für Entrüstung gesorgt. Der Bundesstaat Morelos geriet unter Druck, die Toten zu exhumieren und zu identifizieren. Unter den Leichen waren auch zwei Kinder und ein Fötus, wie die Behörden am Freitag (Ortszeit) mitteilten. Die Justiz ermittelt nach eigenen Angaben in diesem Fall gegen Beamte der örtlichen Staatsanwaltschaft. Nach Schätzungen sind in Mexiko in den vergangenen zehn Jahren rund 100.000 Menschen Gewaltdelikten - oft im Zusammenhang mit dem Drogenkrieg - zum Opfer gefallen.

dpa

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