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Angehörige und Freunde nehmen an der Beerdigung der getöteten Mormonenfamilienmitglieder in Mexiko teil. Foto: Christian Chavez/AP/dpa

Angriff auf Mormonen

Mexikos Präsident empfängt Opferfamilien nach Massaker

Anfang November greifen Angehörige eines Drogenkartells eine mormonische Großfamilie aus den USA im Norden Mexikos an. Sechs Kinder und drei Frauen werden erschossen. US-Präsident Trump sieht in dem Massaker eine Chance, ein Vorgehen umzusetzen.

Mexiko-Stadt (dpa) - Nach einem blutigen Angriff auf eine Mormonenfamilie hat der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador die Angehörigen der Opfer im Nationalpalast empfangen.

Der Staatschef sprach am Montag über zwei Stunden mit etwa 30 Familienmitgliedern über den Stand der Ermittlungen. "Ich glaube, der Wille ist da, aber ich persönlich fühle mich hilflos und der Präsident sagt, der Fall sei sehr schwierig", sagte Adrián LeBaron nach dem Treffen der Zeitung "Reforma". "Mehr kann ich nicht sagen, das wäre gefährlich für uns."

Anfang November hatten Angreifer im Norden von Mexiko das Feuer auf mehrere Geländewagen der Familie eröffnet und drei Frauen sowie sechs Kinder getötet. Die Opfer hatten sowohl die mexikanische als auch die US-Staatsbürgerschaft. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Familie bei Revierkämpfen zwischen den Verbrechersyndikaten La Línea und Los Salazar eher zufällig zwischen die Fronten geraten war. Die Angehörigen der Opfer hingegen glauben an einen gezielten Angriff.

Nach dieser blutigen Attacke will US-Präsident Donald Trump die mexikanischen Drogenkartelle als ausländische Terrororganisationen einstufen lassen. Die Einstufung als global agierende Terrororganisation, die bislang beispielsweise dschihadistische Gruppen wie Al-Kaida oder den Islamischen Staat (IS) betrifft, könnte der US-Regierung zusätzliche Möglichkeiten bei der Bekämpfung der Gruppen eröffnen. In dieser Woche wird US-Justizminister William Barr zu Gesprächen über die Angelegenheit in Mexiko erwartet.

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