Mexiko

Regierung erlaubt vier Aktivisten Cannabis-Anbau

Mexiko-Stadt - Aktivisten für den verantwortlichen und toleranten Eigenkonsum (Smart) dürfen jetzt Marihuana rauchen, aber auch züchten und ernten. Trotzdem bleibt die Substanz illegal.

Die mexikanischen Gesundheitsbehörden haben am Freitag vier Aktivisten das Recht zum Anbau von Cannabis bescheinigt. Die Behörden befolgten damit einen Spruch des Obersten Gerichtshofs von Anfang November, mit dem den Aktivisten der Mexikanischen Gesellschaft für den verantwortlichen und toleranten Eigenkonsum (Smart) das Rauchen von Marihuana zugestanden worden war. 

Die Aufsichtsbehörde Cofepris betonte, die Genehmigung beschränke sich auf die vier Aktivisten. Marihuana bleibe nach der bestehenden Rechtslage eine "illegale Substanz". Die vier Nutznießer des Gerichtsentscheides dürften Cannabis "zu Entspannungszwecken säen, züchten, ernten, besitzen, transportieren und konsumieren". Sie dürften es aber nicht verkaufen, in Anwesenheit von Kindern oder schwangeren Frauen konsumieren - oder auch in Anwesenheit von "Menschen, die dem nicht zugestimmt haben". 

Die Smart-Aktivisten streben nach eigenen Angaben nicht den Konsum von Marihuana an; sie wollen das allgemeine Verbot zu Fall bringen. Staatschef Enrique Peña Nieto hat wiederholt erklärt, dass eine Abschaffung des Verbots nicht in Frage komme. Allerdings sind in mehreren mexikanischen Bundesstaaten Debatten angesetzt, bei denen mögliche Neuregelungen besprochen werden sollen. Das Parlament in Mexiko-Stadt berät über eine Gesetz, mit dem die Einfuhr und die Nutzung von Marihuana zu medizinischen Zwecken erlaubt werden soll.

afp

Rubriklistenbild: © dpa

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