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"Familie und Angehörige von Passagieren von Flug MH 17 können diese Nummer für weitere Informationen anrufen" steht auf der Informationstafel am internationalen Flughafen in Kuala Lumpur.

Maschine versehentlich abgeschossen?

MH 17: Russisches Posting verschwindet aus Netz

Kiew - 17 Minuten nachdem Flug MH 17 vom Radar verschwunden war, postete der Verteidigungsminister der Republik Donezk auf einer russischen Internet-Plattform: "Wir haben gerade eine An-26 abgeschossen." Kurze Zeit später war der Eintrag weg.

Rebellen in Ukraine könnten MH17 versehentlich abgeschossen haben Die Hinweise auf einen Abschuss der über der Ostukraine abgestürzten Passagiermaschine mit 298 Menschen an Bord verdichten sich. Wer aber das Flugzeug der Malaysian Airlines am Donnerstag beschossen haben könnte, ist unklar. Die Konfliktparteien in der Ukraine machen sich in einem regelrechten Propaganda-Krieg gegenseitig für die Katastrophe verantwortlich. Von der ukrainischen Regierung verbreitete Informationen legen nahe, dass prorussische Separatisten die Passagiermaschine mit einem ukrainischen Militärflugzeug verwechselt und deshalb abgeschossen haben könnten.

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Der in Amsterdam gestartete Flug MH17 befand sich gerade über der Region um Donezk, als das Flugzeug um 15.20 Uhr (MESZ) vom Radar verschwand. Nur 17 Minuten später schrieb der Verteidigungsminister der von den Separatisten ausgerufenen "Republik Donezk", Igor Strelkow, auf der russischen Internetplattform VKontakte: "Wir haben gerade eine An-26 abgeschossen" - ein Transportflugzeug aus sowjetischer Produktion, das auch im Dienst der ukrainischen Luftwaffe steht.

MH 17: Die Angehörigen der Opfer trauern

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Neben dem Eintrag auf dem sozialen Netzwerk war Videomaterial zu sehen, das stark den Aufnahmen vom Absturzort der malaysischen Maschine ähnelte. Zudem schrieb Strelkow, das von den Rebellen abgeschossen Flugzeug sei nahe der Mine Progress niedergegangen - unweit der Absturzstelle von MH17.

Kiew hatte zuletzt mehrfach beklagt, dass die Separatisten ukrainische Militärflugzeuge abgeschossen hätten, darunter Mitte Juni auch eine Antonow-26. Am Montag hatte das ukrainische Militär dann Russland vorgeworfen, eine Transportmaschine vom Typ An-26 abgeschossen zu haben. Am Donnerstag meldete die Kiew dagegen keinen derartigen Verlust.

Strelkows Eintrag auf VKontakte wurde kurze Zeit später wieder gelöscht. Die ukrainische Armee hatte den Post da aber schon aufgezeichnet und in einer englischsprachigen Übersetzung an die Presse weitergeleitet.

Zudem verbreitete der ukrainische Geheimdienst SBU Telefonmitschnitte zwischen zwei Rebellenführern, die abgehört worden seien. In den Tonaufnahmen sagt einer der beiden Abgehörten: "Es waren die Jungs von der Straßensperre Tschernuchin, die das Flugzeug abgeschossen haben, Major." Am anderen Ende der Leitung fragt jemand: "Ja und, Grek?" Die Antwort: "Es war ein zu hundert Prozent ziviles Flugzeug."

Malaysia Airlines-Flugzeug MH 17 abgestürzt

Malaysia Airlines-Flug MH17 abgestürzt - Bilder

Die Separatisten bestreiten, dass sie überhaupt in der Lage gewesen wären, eine in zehn Kilometern Höhe fliegende Maschine abzuschießen. Doch einige Stunden vor dem Absturz hieß es noch auf dem Twitter-Konto der "Republik Donezk", die Rebellen hätten der ukrainischen Armee Boden-Luft-Raketen vom Typ Buk entwendet. Auch dieser Eintrag wurde wieder gelöscht. Die ukrainische Armee hatte noch vor dem Absturz der Boeing 777 bestätigt, dass die Separatisten über Buk-Raketen verfügten. Diese können nach Herstellerangaben Ziele in bis zu 25 Kilometern Höhe treffen.

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