Änderungen geplant

MH370-Rätsel: Malaysia fordert totale Überwachung

Kuala Lumpur - Vor zwei Monaten verschwindet ein Flugzeug spurlos. Bis heute fehlt von der Boeing jede Spur. Wie ist so etwas künftig zu verhindern? Malaysias Regierungschef macht Vorschläge.

Zwei Monate nach dem mysteriösen Verschwinden von Flug MH370 hat sich Malaysias Regierungschef Najib Razak für eine lückenlose Überwachung von Flugzeugen am Himmel ausgesprochen. Im „Wall Street Journal“ schlug Najib am Mittwoch vor, die Position der Maschinen während der gesamten Flugroute zu registrieren. Außerdem sollten Kommunikationssysteme an Bord nicht abschaltbar sein.

MH370 der Malaysia Airlines war am 8. März mit 239 Menschen an Bord auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking spurlos verschwunden. Es dauerte zwei Wochen, bis klar war, dass die Maschine noch stundenlang weiterflog, allerdings Richtung Süden. Keines der Kommunikationssysteme an Bord funktionierte mehr. Ob sie absichtlich ausgestellt wurden oder ein technischer Defekt vorlag, weiß niemand. Es liegt immer noch völlig im Dunkeln, was sich an Bord abgespielt hat. Die Boeing dürfte im Indischen Ozean abgestürzt sein, als das Benzin ausging. Bis heute fehlt aber jede Spur von dem Wrack.

Flug MH370: Chronologie einer Suche

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Nach einer Wartungspause war das unbemannte U-Boot Bluefin-21 am Dienstag mehr als 1000 Kilometer westlich von Perth an der australischen Westküste erstmals wieder im Einsatz. Es musste allerdings wegen eines Kommunikationsproblems nach zwei Stunden wieder auftauchten, wie das Koordinationszentrum für die Suche mitteilte. An dem Problem wurde am Mittwoch noch gearbeitet.

Najib schlug weiter Änderungen an der Blackbox vor: sie sollte nicht nur zwei, sondern 24 Stunden Gespräche im Cockpit aufzeichnen. Der Peilsender der Blackbox, sollte statt 30 Tagen 90 Tage Signale funken, um das Auffinden leichter zu machen. Malaysia war nach dem Verschwinden des Flugzeugs wegen schleppender und teils widersprüchlicher Informationen scharf kritisiert worden, vor allem aus China. Zweidrittel der Menschen an Bord waren Chinesen. Seine Regierung habe anfangs nicht alles richtig gemacht, räumte Najib ein, sie habe aber ihre Bestes unter „fast unmöglichen Umständen“ gegeben.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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