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Guide Michelin 2017.

Auch München kann sich freuen

Michelin-Sterne-Regen für deutsche Spitzen-Restaurants

Berlin - Die Spitzen-Restaurants holten in diesem Jahr so viele „Michelin“-Sterne wie noch nie. Der neue Restaurantführer beschenkt vor allem das Rheinland, aber auch München hat einen neuen Zwei-Sterne-Tempel.

Deutschlands Gastro-Branche boomt weiter. Insgesamt 292 ausgezeichnete Häuser listet der am Donnerstag veröffentlichte „Guide Michelin“ 2017 auf, zwei mehr als im Vorjahr. Die deutsche Küche verbinde mehr und mehr Tradition und Moderne, lobt der Restaurantführer. Bei den zehn Restaurants mit der höchsten Wertung von drei Sternen änderte sich allerdings nichts.

Deutschland habe eine attraktive, dynamische Gastronomie-Szene, sagte Michael Ellis, der internationale Direktor des „Guide Michelin“ in Berlin. „Es gibt einen Trend zu lokal produzierten Produkten.“

Neu bewertet wurden 31 Restaurants, drei davon mit zwei Sternen: Das „Rutz“ in Berlin, das „Opus V“ in Mannheim und „Geisels Werneckhof“ in München. 28 Lokale erhielten zum ersten Mal überhaupt einen Stern. Auffällig: In den neu ausgezeichneten Restaurants arbeiten oft junge Köche, die zum Teil erst Mitte 20 sind.

Besonders viele Aufsteiger gab es im Rheinland - mit drei neuen Sterne-Restaurants in Düsseldorf und je zwei in Köln und Bonn. Berlin dagegen, das zuletzt als Gastro-Boomstadt galt, hat trotz zwei Neuzugängen nun ein Sterne-Restaurant weniger.

Der Hotel- und Restaurantführer des französischen Reifenherstellers gilt in Gourmetkreisen als „Bibel der Feinschmecker“. Vor 51 Jahren hatten die ersten deutschen Restaurants ihren ersten Stern bekommen. Zwei Sterne gab es erstmals 1974 und drei Sterne 1980.

Mit 74 ausgezeichneten Restaurants, davon zwei mit drei Sternen und 7 mit zwei Sternen, liegt Baden-Württemberg traditionell an der Spitze der Bundesländer. Es folgen Bayern und Nordrhein-Westfalen.

Für die Auszeichnung besuchen professionelle Testesser die Häuser, ohne dass die Köche von dem Probeessen wissen. Sie bezahlen ganz normal und geben sich nach dem Essen nur zu erkennen, wenn sie zusätzliche Informationen brauchen. Bewertet wird, was auf den Teller kommt, nicht das Drumherum. Es geht um die Qualität der Produkte, die fachgerechte Zubereitung und den Geschmack, die persönliche Note, das Preis-Leistungs-Verhältnis und eine immer gleichbleibende Qualität.

dpa

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