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Nach der Kollision eines Partybootes mit einem Lastkahn nahe Kairo sind mindestens 22 Menschen ertrunken. Foto: Mohamed Kamal

Mindestens 22 Tote bei Unglück mit Partyboot auf dem Nil

Kairo - Schwere Unfälle auf dem Nil sind in Ägypten keine Seltenheit. Nun starben mindestens 22 Menschen - sie wollten eigentlich nur feiern.

Kairo (dpa) - Es sollte eine Vergnügungsfahrt auf dem Nil werden und endete in einer Katastrophe: Nach der Kollision eines Partybootes mit einem Lastkahn nahe Kairo sind mindestens 22 Menschen ertrunken.

Unter den Opfern des Unglücks waren auch Frauen und Kinder, wie die staatliche Zeitung "Al Ahram" online meldete. Berichten zufolge war das mit 35 Passagieren voll besetzte Boot nach dem Zusammenstoß am Mittwochabend einige Kilometer nördlich der ägyptischen Hauptstadt gekentert. Der Kapitän des Lastkahns sei festgenommen worden.

Nach dem Unfall blockierten wütende Angehörige der Opfer aus Protest eine Straße nahe einer Polizeistation. "Al Ahram" zufolge skandierten sie Parolen gegen die Regierung. Die Behörden verstärkten die Polizeipräsenz.

Schwere Verkehrsunfälle sind in Ägypten an der Tagesordnung. Mangelhafte Sicherheitsstandards führen auch auf dem Nil immer wieder zu Zwischenfällen und tödlichen Unglücken. 2014 brannte auf dem Fluss ein Kreuzfahrtschiff - eine deutsche Touristin wurde verletzt. Das schwerste Unglück der vergangenen Jahre kostete 2006 im Roten Meer mehr als 1000 Menschen das Leben: Nach dem Brand auf einer Fähre sank das Schiff.

Zu den Feiern nach Ende des Fastenmonats Ramadan vor einer Woche sind die Partyboote mit ihren bunten Lichtern und der schrillen Musik vor allem in Kairo sehr beliebt. Wegen eines Feiertags am Donnerstag war auf dem Nil besonders viel Betrieb.

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