+

Schweres Erdbeben

Mindestens fünf Tote und 60 Verletzte bei Erdbeben in China

Ein schweres Erdbeben hat am Dienstag die südwestchinesische Provinz Sichuan erschüttert. Dabei sind nach vorläufigen Angaben mindestens vier Menschen ums Leben gekommen.

Peking - Bei einem Erdbeben in China sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 60 wurden nach ersten Erkenntnissen verletzt, davon 30 schwer, wie die Behörden in Jiuzhaigou in der südwestchinesischen Provinz Sichuan berichteten. Chinas Erdbebenzentrum gab die Stärke des Bebens am Dienstag mit 7 an. Der seismologische Dienst der USA sprach von 6,5.

Update: Die Behörden sprachen am Dienstag von möglicherweise bis zu hundert Toten und von tausenden Verletzten. 

Wo brach das Erdbeben aus?

Das Epizentrum lag in der Gegend des Kreises Jiuzhaigou nördlich der Provinzhauptstadt Chengdu, berichtete das Erdbebenzentrum. Menschen rannten in Angst auf die Straßen, wie auf ersten Bildern im Internet zu sehen war. Telefonleitungen und das mobile Netz waren teilweise unterbrochen.

Die Erdstöße waren sogar bis in die mehr als 1500 Kilometer entfernt gelegene Hauptstadt Peking zu spüren, wo Hochhäuser schwankten. Es folgten kleinere Nachbeben. Das Erdbeben ereignete sich nach offiziellen Angaben um 21.19 Uhr Ortszeit (15.19 Uhr MESZ).

Nahe des beliebten Nationalparks Jiuzhaigou stürzten mehrere Häuser ein. Andere hatten Risse in den Wänden, berichtete ein Mitarbeiter des Gesundheitsamtes telefonisch der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Die Behörden versuchten, Häuser zu evakuieren.

„Ich habe es stark gespürt“, sagte der Besitzer eines Hotels nahe des Touristenparks Jiuzhaigou telefonisch der Deutschen Presse-Agentur in Peking. „Aber bei uns wurde niemand verletzt.“

In der Provinz Sichuan hatte sich am Dienstagmorgen nach schweren Regenfällen auch ein Erdrutsch ereignet, bei dem 24 Menschen ums Leben gekommen waren. Vier weitere wurden verletzt. Eine Person galt noch als vermisst, wie Xinhua berichtete.

Der Erdrutsch passierte im Dorf Gengdi im Gebiet von Liangshan. In der Gegend wohnen viele Angehörige der Minderheit der Yi. Nach offiziell unbestätigten Angaben von „Hongxin Xinwen“ wurden 71 Häuser zerstört oder beschädigt. Mehr als 500 Menschen seien von dem Unglück betroffen. Sommerliche Regenfälle suchen seit Wochen viele Teile Chinas heim und sorgen für schwere Überflutungen und Erdrutsche.

dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Mehr als 20 Oktoberfest-Ordner mit Bauchschmerzen in Klinik – es gibt Verdacht
Mehr als 20 Oktoberfest-Ordner müssen sich wegen gesundheitlicher Probleme in einer Münchner Klinik behandeln lassen. Die Rettungssanitäter scheinen den Grund schnell zu …
Mehr als 20 Oktoberfest-Ordner mit Bauchschmerzen in Klinik – es gibt Verdacht
Fukushima: Bergungsarbeiten auf 2021 verschoben
In der Atomruine Fukushima verzögern sich die Arbeiten zur Bergung abgebrannter Brennstäbe bei zwei der drei zerstörten Reaktoren. Die Regierung und der Betreiberkonzern …
Fukushima: Bergungsarbeiten auf 2021 verschoben
Nach Hurrikan: Puerto Rico verlangt Hilfe aus Washington
Hurrikan "Maria" hat die Karibikinsel Puerto Rico verwüstet. Der Gouverneur bittet das Weiße Haus, die US-Bürger in dem Außengebiet nicht zu vergessen. Nach längerem …
Nach Hurrikan: Puerto Rico verlangt Hilfe aus Washington
„Humanitäre Katastrophe“: Puerto Rico verlangt Hilfe aus Washington
Hurrikan „Maria“ hat die Karibikinsel Puerto Rico verwüstet. Der Gouverneur bittet das Weiße Haus, die US-Bürger in dem Außengebiet nicht zu vergessen. Nach längerem …
„Humanitäre Katastrophe“: Puerto Rico verlangt Hilfe aus Washington

Kommentare