Rettungskräfte vor dem Krankenhaus in Miryang. Foto: National Fire Agency via Yonhap
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Rettungskräfte vor dem Krankenhaus in Miryang. Foto: National Fire Agency via Yonhap
Die genaue Brandursache muss noch geklärt werden. Foto: Kim Dong-Min
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Die genaue Brandursache muss noch geklärt werden. Foto: Kim Dong-Min
Bei dem Feuer im Krankenhaus in Südkorea sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Foto: -
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Bei dem Feuer im Krankenhaus in Südkorea sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Foto: -
Es wird vermutet, dass das Feuer in der Notaufnahme im Erdgeschoss des mehrstöckigen Gebäudes ausgebrochen ist. Foto: Kim Dong-Min
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Es wird vermutet, dass das Feuer in der Notaufnahme im Erdgeschoss des mehrstöckigen Gebäudes ausgebrochen ist. Foto: Kim Dong-Min
Die Bergungsarbeiten wurden durch dichte Rauchwolken behindert. Foto: National Fire Agency via Yonhap
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Die Bergungsarbeiten wurden durch dichte Rauchwolken behindert. Foto: National Fire Agency via Yonhap
Mehr als 40 Menschen wurden bei dem Unglück verletzt. Foto: YNA
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Mehr als 40 Menschen wurden bei dem Unglück verletzt. Foto: YNA

Chaotische Szenen

Dutzende Tote bei Klinikbrand in Südkorea

Bei der zweiten Brandkatastrophe in Südkorea innerhalb weniger Wochen sterben Dutzende Menschen - in einem Krankenhaus. Erst im Dezember kostete ein Feuer in einem Fitnesscenter 29 Menschen das Leben.

Seoul/Miryang (dpa) - Es ist ein Horrorszenario: ein Großfeuer in einem Krankenhaus, in dem viele alte Menschen untergebracht sind. Mindestens 37 Tote und weit über 100 Verletzte - so lautet die traurige erste Bilanz nach dem verheerenden Klinikbrand im Südosten Südkoreas.

Die Flammen brachen nach ersten Erkenntnissen der Feuerwehr morgens im Erdgeschoss der Klinik in Miryang aus. Die Brandursache war am Freitag zunächst aber noch unklar. "Die Zahl der Todesopfer kann noch steigen, da sich einige der Verletzten in einem kritischen Zustand befinden", sagte der Leiter der städtischen Feuerwehr, Choi Man Woo, im Fernsehen. 

Eine Sprinkleranlage gab es nach Darstellung der Klinikleitung nicht. Weil es ein kleines Krankenhaus war, sei so eine Anlage aber auch nicht vorgeschrieben gewesen. 

Es war die zweite Brandkatastrophe innerhalb weniger Wochen. Erst im Dezember hatte ein Feuer in einem Fitnesscenter der Stadt Jecheon 29 Menschenleben gefordert. Der Ministerpräsident des Landes, das im Februar die Olympischen Winterspiele austrägt, Lee Nak Yon, entschuldigte sich bei der Bevölkerung.

"Wir haben versprochen, dass sich solch ein Unglück nicht wiederholt, und ich schäme mich, das Gleiche jetzt noch einmal zu sagen", wurde er von nationalen Nachrichtenagentur Yonhap zitiert. Lee reiste nach Miryang, das etwa 280 Kilometer südlich von Seoul liegt, um sich ein Bild zu machen. 

In dem sechsstöckigen Hauptgebäude der Sejong-Klinik, wo das Feuer ausbrach, lagen mehr als 90 Patienten. In einem Nebengebäude waren noch einmal über 90 Patienten untergebracht, die meisten von ihnen Langzeitpatienten. Dieser Teil der Klinik konnte aber rechtzeitig evakuiert werden. 

Die meisten Opfer waren ältere Patienten. Viele hatten Probleme, sich zu bewegen und zu fliehen, berichteten TV-Sender. Unter den Toten befänden sich aber auch ein Arzt, eine Krankenschwester und ein Pfleger, sagte eine Sprecherin der nationalen Feuerwehrbehörde. Die Menschen wurden offensichtlich Opfer giftiger Rauchgase. Das Feuer sei nicht bis zum dritten Stock vorgedrungen. 

In dem Gebäude müssen sich chaotische Szenen abgespielt haben. "Nachdem ich aus dem Badezimmer kam und in den Flur trat, war alles voll von Qualm und Stimmen, die nach Hilfe schrien", wurde der 89-jährige gerettete Patient Ha Yong Gyu von Yonhap zitiert. Der Weg nach unten sei ihm sehr lang vorgekommen.

Das Fernsehen zeigte Bilder, wie Patienten auf dem Rücken von Feuerwehrleuten aus dem Gebäude getragen wurden. Die Bergungsarbeiten wurden durch dichte Rauchwolken behindert. Das Feuer war nach etwa drei Stunden gelöscht. 

Den Berichten zufolge war es das folgenschwerste Großfeuer in Südkorea seit zehn Jahren. Bei einem Lagerbrand im Jahr 2008 in Icheon nahe Seoul waren 40 Arbeiter ums Leben gekommen.

Im Vergleich zu anderen Industrieländern gebe es aber keine besonderen Sicherheitsprobleme, versicherte Brandmeisterin Jin Jeong Hee von der nationalen Feuerwehrbehörde der Deutschen Presse-Agentur in Seoul. Dass es jetzt zwei so schwere Brände innerhalb kurzer Zeit gegeben habe, sei Zufall gewesen. 

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