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Das Unglück ereignete sich in der Wintersportstation Les Deux Alpes südöstlich von Grenoble. Symbolbild: Arno Balzarini Foto: epa BALZARINI

Mindestens drei Tote bei Lawinenunglück in Frankreich

Ein Wintersport-Trip endet für eine Schülergruppe aus Lyon tragisch. Eine Lawine reißt zwei Schüler und einen ausländischen Touristen in den Tod. Sie waren auf einer gesperrten Piste unterwegs.

Grenoble (dpa) - Eine Lawine hat eine Schülergruppe in den französischen Alpen mitgerissen und drei Menschen getötet. Bei den Opfern handelte es sich um zwei Jugendliche und einen ausländischen Skifahrer, der nicht zu der Gruppe gehörte, wie die örtliche Präfektur mitteilte.

Der Lehrer wurde bei dem Unglück in der Wintersportstation Les Deux Alpes südöstlich von Grenoble schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht, war aber nicht in Lebensgefahr. Zunächst war noch von weiteren Verletzten die Rede gewesen.

Insgesamt fuhren zehn Schüler auf der gesperrten Piste, als die Lawine abging. Der Rest der Gruppe aus Lyon sei in Sicherheit, sagte Präfekt Jean-Paul Bonnetain dem Sender BFMTV. "Aber die Suche geht trotzdem weiter für den Fall, dass zum Zeitpunkt der Lawine noch weitere Skifahrer neben der Schülergruppe auf der Piste waren." Die Jugendlichen stehen laut Bonnetain unter Schock, es handele sich um Schüler der gymnasialen Oberstufe.

Die Piste war schon seit Beginn der Skisaison gesperrt. "Also war es qua Definition gefährlich, sich auf diese Piste zu begeben", sagte Oberst Jean-Luc Villeminey von der Gendarmerie. "Umso mehr, als das Lawinenrisiko heute erhöht war."

Die Umstände des Unglücks waren zunächst noch nicht geklärt, die Staatsanwaltschaft ordnete eine Untersuchung an. Nach Angaben des Senders France Bleu hatten die Schüler einen Sportschwerpunkt. "Die Piste erforderte ein Niveau, das nicht dem von Anfängern entspricht", sagte Präfekt Bonnetain.

Rund 80 Rettungskräfte waren im Einsatz, wie das Innenministerium mitteilte. Unterstützt wurden sie von vier Helikoptern, darunter einem mit Wärmebildkamera, sowie von Lawinensuchhunden.

Frankreichs Präsident François Hollande und Premierminister Manuel Valls drückten ihr Mitgefühl aus. "All unsere Gedanken sind bei den Opfern und bei denen, die um ihr Leben kämpfen", teilte Valls auf Twitter mit.

Die überlebenden Schüler sollten mit dem Bus zurück nach Lyon gebracht werden. Nach Angaben des Innenministeriums umfasste die Gruppe vom Lycée Saint-Exupéry insgesamt 19 Schüler und drei Begleiter. Bildungsministerin Najat Vallaud-Belkacem wollte noch am Abend nach Lyon reisen.

Mitteilung der Präfektur 1

Mitteilung der Präfektur 2

Bericht der Regionalzeitung "Le Dauphiné Libéré"

Bericht des Radiosenders France Bleu

Tweet der Gendarmerie

Tweet Manuel Valls

Mitteilung Élysée

Mitteilung des Innenministeriums

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