Mindestens 20 Tote bei Explosion in Algerien

- Algier - Bei der schweren Explosion in einer algerischen Gasverflüssigungsanlage sind am Montagabend mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen und 74 verletzt worden. Neun Arbeiter des Petrochemiewerks werden noch vermisst, berichteten Journalisten am Dienstag vom Unglücksort in Skikda etwa 510 Kilometer östlich von Algier.

Die Ursache des Unglücks blieb zunächst ungeklärt.

Die Explosion gegen 18.20 Uhr hatte einen Brand in dem petrochemischen Werk im Hafen von Skikda ausgelöst, der die Hälfte der Anlagen erfasste. Nach stundenlangem Kampf gelang es der Feuerwehr, die riesigen Flammen zu löschen. Ein Übergreifen des Feuers auf ein nahes Elektrizitätswerk und Gaslager konnte verhindert werden. Das Kraftwerk und die Raffinerie von Skikda hätten jedoch ihre Produktion vorsorglich eingestellt, sagte Energieminister Shakib Khelil im algerischen Rundfunk.

Mit dem Unglück kamen die Gaslieferungen von Skikda nach Europa zum Erliegen. In der Anlage mit 10 000 Mitarbeitern werden etwa 6,3 Milliarden Kubikmeter Flüssiggas - knapp ein Viertel der Gesamtproduktion Algeriens - produziert.

 

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