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Kairo kommt nicht zur Ruhe - erneut kam es zu Unruhen.

Tausende verlangen nach Stadionkrawallen Rücktritt des Militärrats - "Das Volk will den Marschall hinrichten"

Ägypten: Zwölf Tote bei neuen Unruhen

Kairo - In Ägypten ist die Zahl der Todesopfer bei den jüngsten Krawallen auf zwölf gestiegen. Das berichtete das Staatsfernsehen am Samstag.

Sieben Menschen starben bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften in der Nähe des Kairoer Innenministeriums. Bei den Opfern handelte es sich den Angaben zufolge um sechs Demonstranten und einen Polizisten. Fünf weitere seien in der Hafenstadt Suez ums Leben gekommen, hieß es unter Berufung auf das Gesundheitsministerium.

Tausende Menschen hatten am Freitag den Rücktritt des Militärrats gefordert, der überwiegend aus langjährigen Gefolgsleuten des vor einem Jahr gestürzten Machthabers Husni Mubaraks besteht. Auslöser war das Blutbad in einem ägyptischen Fußballstadion am Mittwoch, bei dem mindestens 74 Menschen getötet wurden. Viele Menschen werfen den Sicherheitskräften vor, dort absichtlich untätig gewesen zu sein.

Auf dem Kairoer Tahrir-Platz versammelten sich am Samstag wieder Hunderte Demonstranten. Viele forderten eine Reform der Polizeikräfte, andere aber auch gleich die Hinrichtung der Mitglieder des Militärrats.

Aufruf zur Einigkeit

Bei den Protesten am Freitag wurden alleine fünf Menschen in der Stadt Suez erschossen, wie ein Polizeisprecher erklärte. Dort hatten Sicherheitskräfte auf tausende Demonstranten geschossen, die sich vor dem Polizeihauptquartier versammelt hatten.

Der regierende Militärrat veröffentlichte am späten Abend eine Stellungnahme, in der er die Ägypter zur Einigkeit aufrief und die gegenwärtige Situation als "gefährlichste und wichtigste Phase in der ägyptischen Geschichte" bezeichnete.

dapd

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