+
Große Schäden verursachten die Tornados in USA, mindestens 31 Menschen kamen nach den bisherigen Erkennntnissen dabei ums Leben.

Mindestens 31 Tote bei Tornados in den USA

Henryville -  Bei einer Serie von Tornados in den USA sind mindestens 31 Menschen ums Leben gekommen. Die Unwetterfront reichte von der Golfküste bis zu den Großen Seen.

Bei den schweren Wirbelstürmen wurden Dächer von Häusern und Schulen abgedeckt und ein Hochsicherheitsgefängnis beschädigt. Einige ländliche Gemeinden sind nach Behördenangaben „völlig verschwunden“. Es war bereits die zweite Serie von Tornados in dieser Woche.

Bis 22.00 Uhr gab der nationale Wetterdienst 269 Tornado-Warnungen heraus. Im gesamten Februar waren es nur 189. Behörden zufolge kamen allein im US-Staat Indiana 14 Menschen ums Leben, in Kentucky 12. Die 2.000-Seelen-Gemeinde Marysville in Indiana wurde dem Erdboden gleichgemacht, im etwa ebenso großen Nachbarort Henryville gab es ebenfalls extreme Sturmschäden. „Marysville ist komplett zerstört“, sagte ein Polizeisprecher.

Tornados verwüsten USA - 31 Tote

Tornados richten verheerende Schäden an

Die Behörden befürchteten weitere Opfer. Die Suche nach einer unbekannten Anzahl von Vermissten konnte erst am Samstag bei Tagesanbruch wieder aufgenommen werden. Einsatzkräfte hatten zudem Schwierigkeiten, in einige der betroffenen Gebiete vorzudringen. „Es gibt keinen Strom, keine Telefonverbindungen, Straßen sind blockiert, und jetzt ist es dunkel“, sagte ein Sprecher der Rettungskräfte in Kentucky.

Auf Luftaufnahmen, die von einem Hubschrauber fürs Fernsehen gemacht wurden, waren etliche zerstörte Häuser in Henryville zu sehen. Einem Reporter der Nachrichtenagentur AP zufolge wurde die Highschool der Ortschaft zerstört, bei der benachbarten Mittelschule der zweite Stock weggerissen. Stühle aus den Klassenzimmern seien nach draußen gewirbelt und Bäume entwurzelt worden, Autos hätten riesige Dellen von Hagelkörnern. Den Behörden zufolge wurde zum Zeitpunkt des Unglücks Unterricht abgehalten, es gebe jedoch nur Leichtverletzte.

Auch Alabama und Tennessee betroffen

Auch in den US-Staaten Alabama, Ohio, Virginia und Tennessee wurden Dutzende Häuser beschädigt. Tausende Schulkinder in etlichen Staaten wurden vorsorglich nach Hause geschickt. Auch mehrere Universitäten hatten geschlossen. Offenbar ebenfalls durch einen Tornado wurde das Dach eines Hochsicherheitsgefängnisses in der Nähe von Huntsville beschädigt. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht. Den Behörden zufolge entkam keiner der etwa 2.100 Insassen. Das Dach über zwei großen Schlafsälen mit jeweils etwa 250 Insassen sei allerdings beschädigt worden, hieß es.

Erst am Donnerstag waren bei einer Serie von Wirbelstürmen im Mittleren Westen der USA mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen.

dapd

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

"Explornaut" Matthias Maurer: Neuer deutscher Astronaut
Das Training läuft schon länger, nun ist ein weiterer Schritt getan: Der Saarländer Matthias Maurer soll neuer Astronaut der Raumfahrtagentur Esa werden. Wann der …
"Explornaut" Matthias Maurer: Neuer deutscher Astronaut
Auto rast in Menschenmenge: Drei Tote, 20 Verletzte
Melbourne - Im australischen Melbourne ist ein Autofahrer in eine Menschenmenge im Hauptgeschäftsviertel gerast. Es gab drei Tote, darunter ein Kind, und 20 Verletzte. 
Auto rast in Menschenmenge: Drei Tote, 20 Verletzte
Lawinenunglück in Italien: Hoffnung auf Überlebende schwindet
Rom - Angehörige warten verzweifelt auf Nachrichten von den Verschütteten. Doch die Hoffnung, nach dem Lawinenunglück an dem Hotel in den Abruzzen noch Überlebende zu …
Lawinenunglück in Italien: Hoffnung auf Überlebende schwindet
Bar zeigt statt Trumps Vereidigung niedliche Tiervideos
New York - Als Kontrastprogramm zur Vereidigung von Donald Trump als US-Präsident will eine New Yorker Bar am Freitag niedliche Tiervideos zeigen.
Bar zeigt statt Trumps Vereidigung niedliche Tiervideos

Kommentare