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Rettungskräfte bergen ein Todesopfer nach dem Erdbeben in Eucador.

Zentrum nördlich von Quito

Mindestens vier Tote bei Erdbeben in Ecuador

Quito - Ein Erdbeben löst Erdrutsche aus und hüllt Ecuadors Hauptstadt in eine Staubwolke. Lange schon hat Quito nicht mehr so starke Erdstöße gespürt. Unter den vier Toten ist auch ein Kind.

Bei einem Erdbeben der Stärke 5,1 sind in Südamerika mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Weitere sieben Menschen wurden bei dem Beben in Ecuador verletzt, wie die Nachrichtenagentur Andes berichtete. Das Zentrum des Erdbebens am Dienstagnachmittag (Ortszeit) wurde vom Geophysischen Institut am bergigen Nordrand der ecuadorianischen Hauptstadt Quito in einer Tiefe von zwölf Kilometern geortet. Am Mittwoch wurde weiter nach einem verschütteten Mann gesucht, erklärte Innenminister José Serrano.

Die Erschütterungen lösten an einer Brückenbaustelle einen Erdrutsch aus, der einen Arbeiter unter sich begrub. Seine Kollegen konnten ihn nicht mehr wiederbeleben. Am Mittwoch wurde ein weiteres Opfer aus einer Wassergrube geborgen. Ein Mann erlag am Tag nach dem Beben seinen Verletzungen. Bei dem vierten Opfer handelte es sich laut Andes um einen vierjährigen Jungen, der von herabstürzenden Reissäcken erschlagen wurde.

Dutzende Nachbeben folgten dem Hauptbeben bis Mittwochmorgen (Ortszeit). Erdrutsche an Berghängen und der Einsturz einiger Gebäude verursachten eine Staubwolke über Quito. In einigen Stadtteilen gab es keinen Strom, Telefonnetze funktionierten nicht. Der Flughafen der Hauptstadt musste für einige Stunden geschlossen werden. Mehrere Zufahrtsstraßen wurden wegen der Gefahr weiterer Abgänge gesperrt.

Mehr als 60 Häuser wurden nach Angaben des Notfalleinsatzzentrums beschädigt, knapp 70 Menschen mussten in Notunterkünften untergebracht werden.

Quito hatte seit mehr als 20 Jahren kein Beben einer solchen Stärke erlebt. Nach Angaben von Ecuadors Präsident Rafael Correa gab es in dem Erdbebengebiet eine illegale Mine. Gegrabene Schächte und Gänge könnten dazu beigetragen haben, dass die Schäden infolge des Bebens noch größer ausfielen.

dpa

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