Ursache Klimawandel?

Mindestens zwei Tote bei Überflutungen in Chile

Coquimbo - Nach heftigen Regenfällen sind im Norden Chiles Tausende von der Außenwelt abgeschnitten. Zahlreiche Menschen haben kein fließendes Wasser. Präsidentin Bachelet sieht in den schweren Unwettern Signale für den Klimawandel.

Bei Überschwemmungen im Norden Chiles sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Sie wurden in ihrem Auto von den Fluten mitgerissen. In der von heftigen Regenfällen besonders betroffenen Region Coquimbo mussten rund 1500 Menschen ihre Häuser verlassen, weil ein Stausee über die Ufer trat. Etwa 12 000 Einwohner waren wegen nicht befahrbarer Straßen von der Außenwelt abgeschnitten, wie der Katastrophenschutz am Samstag (Ortszeit) mitteilte.

Präsidentin verweist auf Klimawandel

Etwa 54 000 Menschen hatten kein fließendes Wasser. Zahlreiche Bewohner der Region suchten Schutz in Notunterkünften. „Unser Land ist ganz klar vom Klimawandel betroffen“, sagte Präsidentin Michelle Bachelet auf ihrer China-Reise. „Das zeigen diese Ereignissen.“

Das Innenministerium erklärte am Samstagabend den Katastrophenfall für zwei Ortschaften in der Region Atacama. Damit können die Behörden auf spezielle Finanzmittel zugreifen.

Wasser in betroffener Region wird rationiert

Vizepräsident Mario Fernández besuchte am Samstag die Region Coquimbo. „Das schwierigste ist die Versorgung mit Trinkwasser in der Stadt Ovalle“, sagte er. „Wir versuchen, die Versorgung so schnell wie möglich wieder herzustellen.“

Supermärkte in Ovalle beschränkten laut einem Bericht der Zeitung „La Tercera“ den Verkauf von Wasser auf 20 Liter pro Person. „Wir hoffen, dass es bald wieder Wasser gibt. Es ist eine Katastrophe“, sagte Vanessa Osorio der Zeitung. „Unterdessen müssen wir mit Kanistern zu den Verteilstellen für Wasser gehen.“

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

USA fiebern der totalen Sonnenfinsternis entgegen
Die "Große Amerikanische Finsternis" macht am Montag für wenige Minuten in Teilen der USA den hellen Tag zur Nacht. Millionen fiebern der „Great American Eclipse“ …
USA fiebern der totalen Sonnenfinsternis entgegen
Zugverkehr nach Brandanschlägen noch immer eingeschränkt
Nach den gelegten Bränden an zwei Bahnhöfen fahren die Züge von Berlin nach Hamburg wieder planmäßig. Probleme gibt es aber weiter zwischen Berlin und Hannover.
Zugverkehr nach Brandanschlägen noch immer eingeschränkt
Beim Zugverkehr Berlin-Hannover gibt es weiter Probleme
Bahn-Reisende auf der Strecke Berlin-Hannover müssen sich nach den Brandanschlägen an zwei Bahnhöfen am Wochenende auch zu Wochenbeginn noch auf Probleme einstellen. 
Beim Zugverkehr Berlin-Hannover gibt es weiter Probleme
US-Zerstörer kollidiert mit Tanker: zehn US-Seeleute vermisst
Der US-Zerstörer "USS John S. McCain" ist vor Singapur mit einem Handelsschiff zusammengestoßen. Zehn US-Seeleute werden seitdem vermisst.
US-Zerstörer kollidiert mit Tanker: zehn US-Seeleute vermisst

Kommentare